Alles was man wissen muss, um die Zusatzbezeichnung Ernährungsmedizin zu erlangen

Zusatzbezeichnung Ernährungsmedizin

So kannst Du Ernährungsmediziner werden  

Lesedauer: 5 min.

Spielst Du mit dem Gedanken, eine Zusatzweiterbildung für Ernährungsmedizin zu absolvieren?

In diesem Artikel findest Du alle relevanten Informationen für Deine Zusatzweiterbildung. Du erhältst einen Überblick über die Voraussetzungen für den Erhalt der Zusatzbezeichnung, die Weiterbildungsinhalte sowie deren Unterschiede je Ärztekammer.

Zudem erfährst Du, wie wir Dich auf dem Weg Deiner Zusatzweiterbildung entlasten können und welche passenden Stellen für Ernährungsmediziner zur Verfügung stehen.

Inhaltsverzeichnis

Überblick Zusatzbezeichnung Ernährungsmedizin

Kenntnisse über den menschlichen Stoffwechsel sowie Pathophysiologie sollten in der Behandlung von Patienten dringend berücksichtigt werden. Sie helfen, ernährungsbedingte Risiken bei Patienten zu erkennen, Erkrankungen vorzubeugen und den Heilungsprozess positiv zu beeinflussen.

Entsprechend befassen sich Ernährungsmediziner mit der Erkennung, Behandlung und Prävention ernährungsabhängiger Erkrankungen sowie von Erkrankungen, die durch angeborene oder erworbene Stoffwechselstörungen hervorgerufen sind.

Ein Facharzt mit der Zusatzweiterbildung Ernährungsmedizin berät bspw. Krebspatienten hinsichtlich ihrer Ernährung aber auch jene, die an Übergewicht und Adipositas oder an Diabetes, Hypertonie und koronarer Herzkrankheit leiden. Ein interdisziplinärer Ansatz ist auch in diesem Fachbereich für die Behandlung notwendig.

Voraussetzung Zusatzweiterbildung Ernährungsmedizin

Um eine Zusatzweiterbildung beginnen zu können, musst Du in der Regel Deine Facharztausbildung beendet haben.

Manche Zusatzweiterbildungen kannst Du aber auch schon während Deiner Facharztweiterbildung beginnen.

Die Zusatzweiterbildung Ernährungsmedizin kann bisher nur bei den Ärztekammern Bayern und Niedersachsen erworben werden.

Welche Unterschiede es bei der Zusatzweiterbildung gibt, erfährst Du weiter unten.

Zusatzqualifikationen helfen Dir, Deine eigenen Interessen weiterzuverfolgen. Gleichzeitig machen sie Dich aber auch noch attraktiver für den Arbeitsmarkt.

Abhängig von Deiner Facharztweiterbildung kannst Du zwischen verschiedenen Zusatzweiterbildungen wählen.

Du kannst auch mehrere Weiterbildungen parallel oder hintereinander absolvieren.

Hier findest Du eine Liste mit allen Zusatzbezeichnungen je Fachbereich.

Weiterbildungsinhalte: Facharzt für Ernährungsmedizin

Grundlagen der Ernährungsmedizin:

  • Wesentliche Gesetze und Verordnungen, z. B. Lebensmittelrecht, Diätverordnung
  • Grundlagen der Lebensmittelkunde
  • Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz
  • Bestimmende Größen des Energiestoffwechsels, insbesondere Grundumsatz, Aktivitätsumsatz, diätinduzierte Thermogenese
  • Bestimmung des Energiebedarfs
  • Physiologie, Pathophysiologie und Biochemie der Ernährung, insbesondere des Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Lipidstoffwechsels sowie der Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente
  • Bestimmung des Bedarfs an Makro- und Mikronährstoffen
  • Ballaststoffe, Prä- und Probiotika sowie deren Indikation und empfohlene Zufuhr
  • Indikation und Kontraindikation von Nahrungsergänzungsmitteln
  • Nutzen und Risiko von häufigen und alternativen Kostformen
  • Prinzipien der Verordnung und Rezeptur von Heil- und Hilfsmitteln in der Ernährungsmedizin
  • Pathophysiologie und Pathobiochemie der Fehl- und Mangelernährung, insbesondere Sarkopenie, Adipositas und metabolisches Syndrom

Diagnostik:

  • Ernährungsmedizinische Erst- und Folgeanamnese und Erfassung des Ernährungsverhaltens einschließlich Auswertung von Ernährungsprotokollen
  • Erfassung des ernährungsbedingten Risikos mittels validierter Screening-Instrumente
  • Erfassung des Ernährungszustandes mittels validierter Assessment-Instrumente
  • Diagnostische Methoden der gestörten Nahrungsaufnahme
  • Diagnostische Methoden bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Durchführung und Befundinterpretation von Methoden der Anthropometrie, z. B. Hautfaltendicke, Oberarmumfang, Body-Mass-Index sowie Messung der Körperzusammensetzung
  • Indikationsstellung und Befundinterpretation ernährungsmedizinisch relevanter Labordiagnostik

Ernährungsmedizinische Prävention:

  • Möglichkeiten und Grenzen der ernährungsmedizinischen Prävention
  • Planung und Festlegung eines individuellen Präventionsprogramms
  • Ernährungsverhalten und Ernährungszustand der Bevölkerung in Deutschland
  • Prinzip der gesundheitsfördernden Ernährung im Rahmen eines Gesamtkonzepts
  • Kritische Nährstoffe
  • Ernährung in Risikogruppen
  • Soziokulturelle Aspekte der Ernährung einschließlich der Adaptation der Ernährungsempfehlungen
  • Gesundheitspolitische Präventionsmaßnahmen

Ernährungsmedizinische Therapie:

  • Didaktik des Beratungsgesprächs
  • Ernährungsberatungen, davon
    • strukturierte Schulung einer Einzelperson
    • Beratungsgespräch in Gruppen
  • Prinzipien der oralen Ernährung, insbesondere Vollkost, Diäten, Supplemente und Trinknahrung
  • Kostformen in Institutionen des Gesundheitswesens
  • Indikationsstellung, Verordnung, Durchführung, Überwachung von oralen Ernährungsformen
  • Prinzipien, Produkte und Zugangswege der enteralen und parenteralen Ernährung
  • Indikationsstellung, Verordnung, Durchführung, Überwachung von enteraler Ernährung
  • Indikationsstellung, Verordnung, Durchführung, Überwachung von parenteraler Ernährung
  • Ernährung des kritisch Kranken in der Intensivmedizin
  • Ernährungstherapie der Unter- und Mangelernährung, insbesondere Sarkopenie
  • Ernährungsmedizinische Aspekte und Komplikationen vor und nach Adipositas- und metabolischer Chirurgie
  • Ernährungstherapie der Adipositas und des metabolischen Syndroms einschließlich Vor- und Nachsorge bei Adipositas- und metabolischer Chirurgie
  • Sektorenübergreifendes Überleitungsmanagement in der Ernährungsmedizin, insbesondere Entlassmanagement
  • Ernährungs- und Infusionstherapie in der Palliativmedizin und am Lebensende

Ablauf der Zusatzweiterbildung Ernährungsmedizin

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Je nach Bundesland variieren nicht nur die Weiterbildungsziele, sondern auch die genauen Voraussetzungen und Abläufe der Zusatzweiterbildung. Wir haben Dir die entsprechenden Informationen aller Bundesländer zusammengefasst.

Auch erfährst Du, in welchem Bundesland die Zusatzweiterbildung mit einer Prüfung abgeschlossen wird. 

In der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Baden-Württemberg gibt es zur Zusatzweiterbildung Ernährungsmedizin keine Angaben.

Weiterbildungsziel:

Ziel der Weiterbildung ist die Erlangung der fachlichen Kompetenz in Ernährungsmedizin nach Ableistung der erforderlichen Weiterbildungszeit.

Weiterbildungsvoraussetzung:

24 Monate Weiterbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung bei einem Weiterbilder gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2

Weiterbildungszeit:

  • 100 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Abs. 8 in Ernährungsmedizin und
  • zusätzlich 120 Stunden Fallseminare unter Supervision
In der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Berlin gibt es zur Zusatzweiterbildung Ernährungsmedizin keine Angaben.
In der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Brandenburg gibt es zur Zusatzweiterbildung Ernährungsmedizin keine Angaben.
In der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Bremen gibt es zur Zusatzweiterbildung Ernährungsmedizin keine Angaben.
In der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Hamburg gibt es zur Zusatzweiterbildung Ernährungsmedizin keine Angaben.
In der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Hessen gibt es zur Zusatzweiterbildung Ernährungsmedizin keine Angaben.
In der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern gibt es zur Zusatzweiterbildung Ernährungsmedizin keine Angaben.

Weiterbildungsziel: 

Ziel der Weiterbildung ist die Erlangung der fachlichen Kompetenz in Ernährungsmedizin nach Ableistung des Weiterbildungskurses und der Falldemonstration.

Weiterbildungsvoraussetzung: 

Facharztanerkennung in den Gebieten Allgemeinmedizin, Anästhesiologie, Arbeitsmedizin, Chirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfem Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Innere Medizin, Kinder- und Jugendmedizin, Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Neurologie, Öffentliches Gesundheitswesen, Physikalische und Rehabilitative Medizin, Psychiatire und Psychotherapie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und Urologie oder Facharztanerkennung für Nervenheilkunde.

Weiterbildungszeit:

  • 80 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß §5 As. 9 in Ernährungsmedizin
  • Falldemonstration mit Vorstellung von mindestens 10 eigenen Fällen

Die Anerkennung erfolgt ohne Durchführung einer Prüfung.

In der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Nordrhein-Westfalen (Gebiet Nordrhein) gibt es zur Zusatzweiterbildung Ernährungsmedizin keine Angaben.

In der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Nordrhein-Westfalen (Gebiet Lippe) gibt es zur Zusatzweiterbildung Ernährungsmedizin keine Angaben.
In der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Rheinland-Pfalz gibt es zur Zusatzweiterbildung Ernährungsmedizin keine Angaben.
In der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Saarland gibt es zur Zusatzweiterbildung Ernährungsmedizin keine Angaben.
In der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Sachsen gibt es zur Zusatzweiterbildung Ernährungsmedizin keine Angaben.
In der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt gibt es zur Zusatzweiterbildung Ernährungsmedizin keine Angaben.
In der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Schleswig-Holstein gibt es zur Zusatzweiterbildung Ernährungsmedizin keine Angaben.
In der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Thüringen gibt es zur Zusatzweiterbildung Ernährungsmedizin keine Angaben.

Anerkennung Zusatzbezeichnung Ernährungsmedizin

Den Verlauf Deiner Zusatzweiterbildung Ernährungsmedizin musst Du, wie auch den Ablauf Deiner Facharztweiterbildung, in einem Logbuch dokumentieren.

Wenn alle Inhalte der Weiterbildung durchlaufen wurden, wird das ausgefüllte und unterschriebene Logbuch an die zuständige Ärztekammer geschickt.

Es gibt Aufschluss über alle Inhalte und Kenntnisse, die im Rahmen der Zusatzweiterbildung vermittelt worden.

Zum Musterlogbuch der Bundesärztekammer für die Zusatzbezeichnung Ernährungsmedizin geht es hier.

Wenn Du alle Anforderungen der Zusatzweiterbildung erfüllt und die Abschlussprüfung bestanden hast, erhältst Du die Zusatzbezeichnung Ernährungsmedizin.

Facharzt mit Zusatzweiterbildung – Was nun? 

Es ist sehr wichtig, dass Deine Stelle ideal zu Deinen privaten und beruflichen Zielen passt.

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Stellenangebote für Ernährungsmediziner

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Ärzte über Viantro

Ich möchte mich bei allen Viantro-Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit herzlich bedanken. Ich wurde professionell und kompetent beraten und fühlte mich bei jedem Schritt sehr gut bei Viantro aufgehoben. Vielen Dank dafür!

Athanasios Stafylas – Allgemeine & Innere Medizin

Vielen Dank, dass Sie uns hinsichtlich der Unterlagen für Herrn K. sowie bei der Wohnungssuche Ihre Unterstützung anbieten. Auch wir bedanken uns für die super gute und reibungslose Zusammenarbeit. Ich erlebe mit einer anderen Agentur seit einem Jahr das komplette Gegenteil. Da schätze ich doch die Zusammenarbeit mit Profis!

F. R. – Abteilungsleitung Personalwesen

Nachdem ich meine Unterlagen an Viantro gesendet habe, hat das Team alles für mich aufbereitet und mich allen zu meinen Vorgaben und Wünschen passenden Kliniken vorgestellt. Mit meiner neuen Position als Unfallchirurg bin ich sehr zufrieden.

Luca Christiano – Unfallchirurgie

Seit einem halben Jahr arbeite ich dank Viantro als Assistenzärztin für Chirurgie. Vom ersten Kontakt bis zur Vertragsunterschrift waren die persönlichen Ansprechpartner von Viantro immer für mich da.
Ich bin sehr zufrieden und kann Viantro nur allen Ärzten weiterempfehlen.
Danke Viantro für so eine tolle Leistung.

Berline Freeman – Chirurgie

Als frisch approbierter ausländischer Arzt habe ich viele Bewerbungen geschrieben, ohne eine Stelle zu bekommen. Viantro hat ein Krankenhaus gefunden, das genau zu meiner angestrebten Weiterbildung passt und ich wurde direkt dort eingestellt. 
Das Viantro-Team war sehr freundlich und hat mir auch bei der Bürokratie wirklich sehr gut und menschlich weitergeholfen.

Kevin Kuan – Innere Medizin Gastroenterologie

So funktioniert Viantro