Alle Facharztausbildungen im Überblick und Vergleich

Facharztausbildung im Überblick

Wie werde ich Facharzt & welchen Fachbereich soll ich wählen?

Lesedauer: 10 min.

Nach dem Studium hast Du als junger Mediziner die Qual der Wahl: welcher Facharzt ist der Richtige für mich?

Und mit welcher Facharztweiterbildung kann ich meinen eigenen Interessensschwerpunkt ausbauen?

Keine einfache Entscheidung!

Auf der Rangliste der Facharztausbildungen landet der Facharzt für Innere Medizin im KBV-Berufsmonitor auf Platz 1.

Top 10 – Beliebteste Fachbereiche der Medizin

 

Doch um Dir zu zeigen, wie sich die Facharztausbildungen unterscheiden und welche zu Dir passt, geben wir Dir in diesem Artikel einen Überblick zu allen relevanten Informationen rund um Die Facharztweiterbildung.

Du erfährst alles über Ablauf und Dauer und bekommst einen Überblick über alle Facharztausbildungen, die Du in Deutschland absolvieren kannst.

Auch geben wir Dir einen Überblick, welche Zusatzweiterbildungen Du während bzw. nach Deiner Facharztausbildung erlangen kannst.

Gerne beraten wir Dich individuell, ob die Weiterbildung zu Dir passt und welche Stellen für Deine Weiterbildungsziele zur Verfügung stehen.

Inhaltsverzeichnis

  • Facharzt werden, was dann?

Wozu soll ich Facharzt werden?

Mit dem bestandenen dritten Staatsexamen und dem Erhalt der Approbation erlangst Du in Deutschland die Berechtigung als Arzt zu praktizieren.

Du beginnst Deine Zeit als Assistenzarzt. In dieser spezialisierst Du Dich in einem Teilbereich der Medizin. Diese Zeit ist gleichzeitig auch Deine Facharztausbildung. Denn am Ende dieser mehrjährigen Ausbildung erlangst Du den Facharzttitel.

Den Facharzttitel benötigst Du, um gewisse medizinische Tätigkeiten ausführen zu können. Beispielsweise ist er die Voraussetzung, um als Vertragsarzt für Patienten der gesetzlichen Krankenkasse arbeiten zu können. Außerdem ist der Facharzttitel notwendig, um zum Ober- oder Chefarzt aufzusteigen.

Facharztausbildung Dauer 

Um den Facharzttitel zu erlangen, ist eine mehrjährige Ausbildung notwendig, in der Du als Assistenzarzt tätig bist. Während Deiner Facharztausbildung wirst Du als Assistenzarzt des jeweiligen Fachbereiches bezeichnet. Die Assistenzarzttätigkeit wird bezahlt (siehe unten).

Je nach Fachbereich brauchst Du zwischen fünf und sechs Jahre. Den Fachbereich legst Du meist nach Deinem Studium fest.

Wenn Du beispielsweise eine Facharztweiterbildung im Bereich der Allgemeinchirurgie absolvieren möchtest, beträgt die Weiterbildungsdauer sechs Jahre.

In dieser Zeit durchläufst Du mehrere Stationen:

  • 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Chirurgie
  • 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinchirurgie, davon
    • 24 Monate in der Allgemeinchirurgie oder anderen Facharztweiterbildungen des Gebietes Chirurgie
    • 12 Monate in Orthopädie und Unfallchirurgie
    • 12 Monate in Viszeralchirurgie

Ablauf der Facharztausbildung

Deine Facharztausbildung verbringst Du in einer Einrichtung der ärztlichen Versorgung mit entsprechender Weiterbildungsberechtigung für Deinen gewählten Fachbereich. Dazu zählen Praxen, Krankenhäuser und Universitätskliniken.

Entsprechend dem Standort der Einrichtung übernimmt eine Landesärztekammer die Verantwortung für Deine Weiterbildung.

Eine Liste der Weiterbildungsstätten findest Du auf der Seite der jeweiligen Landesärztekammer.

Die Ausbildung erfolgt nach dem Weiterbildungskatalog Deines Fachbereichs. Dieser wird von der Landesärztekammer festgelegt, orientiert sich aber an der Musterweiterbildungsordnung der Bundesärztekammer (diese findest Du am Ende jedes jeweiligen Facharzt-Artikels.)

Die Inhalte des Weiterbildungskatalogs müssen erfüllt und im sogenannten Logbuch dokumentiert und von einem Vorgesetzten bescheinigt werden. Wenn alle Inhalte der Weiterbildung durchlaufen wurden, wird das ausgefüllte und unterschriebene Logbuch an die zuständige Ärztekammer geschickt. Zusammen mit dem Facharztzeugnis wird es für die Anmeldung zur Facharztprüfung benötigt. Zum Musterlogbuch der Bundesärztekammer geht es hier.

Die Facharztprüfung wird von einem Komitee der Landesärztekammer abgenommen.

Für die Prüfung bekommt man keine Note.

Sie gilt lediglich als „bestanden“ oder „nicht bestanden“.

Nach der bestandenen Prüfung erhält der frisch gebackene Facharzt vom Prüfungsvorsitzenden die Facharzturkunde, das Fachdiplom.

Der Arzt ist nun berechtigt, als Vertragsarzt zu arbeiten.

Welche Facharztausbildung soll ich wählen?

Die Wahl des richtigen Fachbereichs kann schwierig sein. Viele Faktoren spielen dabei eine Rolle. Hilfreich ist aber immer der Austausch auf Augenhöhe.

Dafür steht Dir unser Team aus Ärzten und medizinischen Experten zur Verfügung. In einem unverbindlichen und für Dich 100% kostenfreien Telefonat beraten wir Dich hinsichtlich Deiner Wünsche und Bedürfnisse. Sowohl Deiner beruflichen als auch deiner privaten, um Dir ein gutes Wellbeing als Arzt zu ermöglichen.

Damit Du Dich schon einmal orientieren kannst, haben wir Dir hier einen Überblick mit allen in Deutschland möglichen Facharztausbildungen zusammengestellt.

Klicke einfach auf den Fachbereich, über den Du mehr erfahren möchtest und erhalte Informationen zu Gehalt, Inhalten und Ausbildungsablauf – sortiert nach den Landesärztekammern.

Du findest dort auch Informationen zu aktuellen Stellenangeboten.

Überblick zur Facharztausbildung Innere Medizin von Viantro
Viantro Überblick zur Facharztausbildung Chirurgie
Überblick aller Facharztausbildungen

Was verdiene ich als Facharzt?

 

Gehalt während der Facharztweiterbildung
Das Einstiegsgehalt als Assistenzarzt liegt im ersten Jahr bei 4.600 Euro brutto pro Monat. Dein Assistenzarztgehalt steigt jährlich. Nach 5 Jahren in Deiner Weiterbildung zum Facharzt verdienst Du 5.900 Euro brutto pro Monat.

 

Gehalt als Facharzt
Als Facharzt kannst Du dann mit einem Bruttojahresgehalt zwischen 85.000 und 92.000 Euro rechnen.

Das Gehalt ist meist abhängig von geltenden Tarifverträgen. Die verbreitetsten Tarifverträge sind der TV-Ärzte VKA für kommunale Krankenhäuser und der Tarifvertrag der Unikliniken, TV Ärzte TdL.In diesen ist die Gehaltsentwicklung fest definiert. Auch einige private Klinikkonzerne wie etwa SRH oder Helios haben bundesweit geltende Tarifverträge.

Außerhalb geltender Tarifverträge verdienen Ärzte unterschiedlicher Erfahrungsstufen und Fachbereiche unterschiedlich viel.

 

Gehalt mit eigener Praxis
Als Facharzt hat man zudem die Möglichkeit sich mit einer eigener Praxis niederzulassen oder eine laufende Praxis zu übernehmen. Je nach Größe, Einzugsgebiet und Fach kann das Einkommen stark variieren. Durchschnittlich kann man mit einem Reinertrag von 190.000 Euro rechnen.

 

Gehalt als Vertretungsarzt
Als Facharzt bzw. fortgeschrittener Assitenzarzt kannst Du aber auch als Vertretungsarzt tätig werden. Als Vertretungsarzt ist man generell an keine Tarifverträge gebunden. Hier sind weit höhere Gehälter als in Festanstellung möglich und man hat häufig eine bessere Work-Life-Balance.

Welche Facharztausbildung passt zu mir? 

Es ist sehr wichtig, dass die von Dir gewählte Facharztweiterbildung auch wirklich zu Deinen privaten und beruflichen Zielen passt.

Nur so kannst Du langfristig glücklich und vor allem gesund Arzt sein.

Wir haben Dir hier eine Auswahl zu hilfreichen Artikeln zusammengestellt.

Darunter unsere Studie zum Zusammenhang von Deiner Persönlichkeit und Deiner Zufriedenheit mit der Wahl des Fachbereichs.

Facharzt werden, was dann? 

Um Deine eigene Schwerpunktsetzung und Dein Interessengebiet weiter auszubauen, hast Du als Facharzt die Möglichkeit, Zusatzweiterbildungen zu absolvieren.

Zusatzweiterbildungen sind in den unterschiedlichsten medizinischen Bereichen möglich.

Sie führen aber nicht zu einem weiteren Facharzttitel, sondern zu einer Zusatzbezeichnung.

Diese attestiert Dir besondere Kenntnisse in bspw. Akkupunktur oder Sportmedizin.

Abhängig von der Zusatzbezeichnung können die Ausbildungen während oder nach der Facharztausbildung begonnen werden.

Tragen darfst Du die Zusatzbezeichnung jedoch erst, wenn Du Deine Facharztausbildung erfolgreich absolviert hast.

Auch gibt es Unterschiede hinsichtlich der Voraussetzungen.

Folgend findest Du daher einen Überblick mit allen Zusatzweiterbildungen.

Klicke einfach auf eine Zusatzweiterbildung und erhalte Informationen zu Inhalt, Stellenangeboten und dem Ablauf der Zusatzweiterbildung inklusive den Unterschieden je Landesärztekammer.

Zusatzbezeichnungen als Facharzt

Weitere der ingesamt 57 Überblicksartikel folgen in Kürze.

Kommentiere unten, welche Dich am meisten interessiert.

  • Ärztliches Qualitätsmanagement
  • Akkupunktur
  • Allergologie
  • Andrologie
  • Balneologie und Medizinische Klimatologie
  • Betriebsmedizin
  • Dermatopathologie
  • Diabetologie
  • Ernährungsmedizin
  • Flugmedizin
  • Geriatrie
  • Gynäkologische Exfoliativ-Zytologie
  • Hämostaseologie
  • Handchirurgie
  • Homöopathie
  • Immunologie
  • Infektiologie
  • Intensivmedizin
  • Kardiale Magnetresonaztomographie
  • Kinder- und Jugend-Endokrinologie und -Diabetologie
  • Kinder- und Jugend-Gastroenterologie
  • Kinder- und Jugend-Nephrologie
  • Kinder- und Jugend-Orthopädie
  • Kinder- und Jugend-Pneumologie
  • Kinder- und Jugend-Rheumatologie
  • Klinische Akut- und Notfallmedizin
  • Krankenhaushygiene
  • Magnetresonanztomographie
  • Manuelle Medizin
  • Medikamentöse Tumortherapie
  • Medizinische Informatik
  • Naturheilverfahren
  • Notfallmedizin
  • Nuklearmedizinische Diagnostik für Radiologen
  • Orthopädische Rheumatologie
  • Palliativmedizin
  • Phlebologie
  • Physikalische Therapie
  • Plastische und Ästhetische Operationen
  • Proktologie
  • Psychoanalyse
  • Psychotherapie
  • Rehabilitationswesen
  • Röntgendiagnostik für Nuklearmediziner
  • Schlafmedizin
  • Sexualmedizin
  • Sozialmedizin
  • Spezielle Kardiologie für Erwachsene mit angeborenem Herzfehler
  • Spezielle Kinder- und Jugend-Urologie
  • Spezielle Orthopädische Chirurgie
  • Spezielle Schmerztherapie
  • Spezielle Unfallchirurgie
  • Spezielle Viszeralchirurgie
  • Sportmedizin
  • Suchtmedizinische Grundversorgung
  • Transplantationsmedizin
  • Tropenmedizin

 

Oberarzt werden

Nach mehreren Jahren Tätigkeit als Facharzt kann ein Mediziner bei entsprechenden Vakanzen zum Oberarzt aufsteigen. Damit verändern sich auch die Aufgabenfelder. Oberärzte verantworten in medizinischen Einrichtungen die Patientenversorgung und den Abteilungsbetrieb. Außerdem unterliegt Oberärzten die Aus- und Weiterbildung von Assistenz- und Fachärzten.

Auch werden Oberärzte besser vergütet als Fachärzte. Bei Bezahlung nach Tarif kann man mit etwa 130.000 Euro Jahresgehalt rechnen. Eine Oberarztposition ebnet zudem den Weg hin zum Chefarzt.

Chefarzt werden

Um Chefarzt zu werden, muss man alle medizinischen Karrierestufen durchlaufen haben (Assistenz-, Fach-, Oberarzt). Die Stellen sind oft heiß begehrt, viele gibt es nicht. Die Chancen erhöhen sich, wenn man als leitender Oberarzt tätig war. Zudem müssen Chefärzte neben medizinischem Fachwissen vor allem mit ihrer Persönlichkeit und Managementkenntnissen überzeugen.

Als Arzt in leitender Position ist der Chefarzt neben dem medizinischen Standart seiner Einrichtung auch für die Finazen und Wirtschaftlichkeit der Klinik verantwortlich. Entsprechend wird eine hohe Belastbarkeit vorausgesetzt.

Chefärzte werden, anders als Assistenz-, Fach- und Oberärzte, nicht nach Tarif bezahlt. Das außertarifliche Gehalt wird direkt zwischen Chefarzt und Arbeitgeber vereinbart. Chefärzte verdienen durchschnittlich 290.000 Euro jährlich.

Stellenangebote für Assistenz-, Fach-, Ober- & Chefärzte

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Athanasios Stafylas – Allgemeine & Innere Medizin

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F. R. – Abteilungsleitung Personalwesen

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Kevin Kuan – Innere Medizin Gastroenterologie

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