Alles was man wissen muss, um Radiologe zu werden.

Wie werde ich zum Facharzt für Radiologie?

Lesedauer: 5 min.

Spielst Du mit dem Gedanken, Deinen Facharzt im Gebiet der Radiologie zu absolvieren?

In diesem Artikel findest Du alle relevanten Informationen für Deinen Weg als Radiologen.

Du erhältst einen Überblick über das Tätigkeitsfeld, die Unterschiede der Weiterbildungsordnungen der einzelnen Ärztekammern sowie das Gehalt als Facharzt für Radiologie.

Gerne beraten wir Dich individuell, ob die Weiterbildung zu Dir passt und welche Stellen für Deine Weiterbildungsziele zur Verfügung stehen.

Inhaltsverzeichnis

  • Gehalt

  • Logbuch

  • Facharztprüfung

  • Passt die Weiterbildung zu mir?

  • Stellenangebote Radiologie

Überblick Facharztausbildung Radiologie

Das Fachgebiet der Radiologie befasst sich mit der bildgebenden Diagnostik. Darin eingeschlossen ist die Erkennung von Krankheiten durch ionisierende Strahlen, kernphysikalische und sonographische Verfahren sowie die Anwendung interventioneller und minimal-invasiver radiologischer Verfahren in der Erwachsenen-, Kinder- und Neuroradiologie.

Zu bildgebenden Verfahren zählen neben dem Röntgen bspw. auch die Computertomographie (CT) und die Kernspintomographie (MRT). Durch die unterschiedlichen bildgebenden Verfahren kann der Patient durchleuchtet und Krankheiten können ohne Operation frühzeitig erkannt werden.

Mit seiner Diagnose berät der Radiologe den behandelnden Arzt. Er ist der objektive Betrachter, nach dessen Diagnose sich der weitere Verlauf der Therapie richtet.

Die Weiterbildungs-Voraussetzungen zum Facharzt Radiologie

Um die Weiterbildung im Bereich der Radiologie beginnen zu können, muss ein abgeschlossenes Medizinstudium vorliegen.

Mit dem Erhalt der Approbation beginnt die Zeit als Assistenzarzt, in der wir uns in einem Teilbereich der Medizin weiterbilden und spezialisieren.

Wir absolvieren unsere Facharztausbildung – zum Beispiel im Gebiet der Radiologie. Am Ende dieser mehrjährigen Ausbildung erlangt man den Facharzttitel.

Weiterbildungsinhalte Radiologie

Übergreifende Inhalte der Facharzt-Weiterbildung Radiologie:

  • Klinische Grundlagen sowie bildmorphologische und diagnoseweisende Merkmale von traumatischen, degenerativen, angeborenen, metabolischen, inflammatorischen, infektiösen und Tumor-Erkrankungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter sowie deren Zuordnung zu Erkrankungsstadien und deren Differentialdiagnosen
  • Besonderheiten bildgebender Untersuchungen, insbesondere bei Neugeborenen, Kindern, Jugendlichen sowie Schwangeren einschließlich des Schutzes vor ionisierender und nichtionisierender Strahlung
  • Vorbereitung und Durchführung von radiologischen Demonstrationen, interdisziplinären Konferenzen einschließlich Tumorkonferenzen
  • Voraussetzungen zur Erlangung der erforderlichen Fachkunden im gesetzlich geregelten Strahlenschutz
  • Wissenschaftlich begründete Gutachtenerstellung

Indikationsstellung:

  • Indikation einschließlich rechtfertigender Indikationsstellung für alle radiologischen bildgebenden und interventionellen/endovaskulären bildgestützten Verfahren unter Berücksichtigung der spezifischen Risiken und möglicher Komplikationen
  • Bewertung und Vergleich der Aussagekraft bildgebender Verfahren für unterschiedliche diagnostische Fragestellungen, insbesondere Radiographie, Fluoroskopie, CT, MRT und Sonographie

Strahlenschutz:

  • Prinzipien der ionisierenden und nichtionisierenden Strahlung und des Strahlenschutzes bei der Anwendung am Menschen einschließlich des Strahlenschutzes bei Personal und Begleitpersonen
  • Funktionsweise von Röntgenstrahlern, Detektoren, Filtern und Streustrahlenrastern, MRT und Sonographie
  • Strahlenbiologische Effekte auf Gewebe und Organe
  • Reduktionsmöglichkeiten der medizinisch indizierten Strahlenexposition
  • Vorgaben der gesetzlichen und untergesetzlichen Regelungen im Strahlenschutz einschließlich Qualitätssicherung, z. B. Aufzeichnungs- und Archivierungspflichten
  • Teleradiologie
  • Radiologische Screeningverfahren
  • Messung und Bewertung der Strahlenexposition

Kontrastmittel:

  • Indikationsgemäße Auswahl, Dosierung und Pharmakokinetik von Kontrastmitteln, insbesondere unter Berücksichtigung von Patienten mit erhöhtem Risiko, z. B. Nephrotoxizität, Schilddrüsenkomplikationen, nephrogene systemische Fibrose
  • Erstmaßnahmen bei kontrastmittelassoziierten Komplikationen, z. B. anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen

Gerätetechnik:

  • Gerätebezogene Qualitätssicherungsmaßnahmen einschließlich Konstanzprüfungen
  • Grundlagen der Datenakquisition, Bild- und Datenverarbeitung und -nachbearbeitung sowie deren Archivierung
  • Physikalische Grundlagen und praktische Anwendung bildgebender Verfahren, insbesondere Radiographie, Fluoroskopie, CT, MRT, funktionelle MRT, MR-Spektroskopie, Sonographie und Hybridmethoden

Radiologie in der Notfallsituation:

  • Radiologische Untersuchungen einschließlich Interventionen bei Patienten mit akut lebensbedrohlichen Zuständen, z. B. bei
    Polytrauma, Schlaganfall, Intensivpatienten

Kommunikation:

  • Aufklärung von Patienten und/oder Angehörigen über Nutzen und Risiko bildgebender und bildgestützter interventioneller/endovaskulärer Verfahren
  • Radiologische Befunderstellung, Beurteilung und Kommunikation des Untersuchungsergebnisses

Bildgebung mit ionisierender Strahlung einschließlich Computertomographie und Digitaler
Volumentomographie:

  • Prinzipien und Bedeutung der Akquisitionsparameter für Bildqualität und Dosis bei Radiographie, Fluoroskopie, CT und Digitaler Volumentomographie (DVT), deren korrekte Wahl
    und Einfluss auf mögliche Bildartefakte
  • Indikationen und Technik der Arthrographie und Myelographie
  • Indikation, Durchführung und Befunderstellung von Untersuchungen aller Körperregionen mit Röntgenstrahlung einschließlich CT, digitaler Subtraktionsangiographie (DSA) und Fluoroskopie (davon mindestens 4.000 CT und 4.000
    konventionelles Röntgen), davon

    • ZNS und Skelett
    • Thorax, Thoraxorgane, Hals
    • Abdomen, Becken, Retroperitoneum
    • Gefäße, davon
      • katheterbasiert (DSA) prätherapeutisch oder diagnostisch
  • Untersuchungstechnik der angiographischen Verfahren der Arterien und Venen aller Körperregionen
  • Erstellung und Anwendung von CTUntersuchungsprotokollen für alle Körperregionen und CT-Verfahren einschließlich geeigneter Kontrastmittel
  • Indikation, Durchführung und Befunderstellung von Osteodensitometrien

Magnetresonanztomographie:

  • Prinzipien von Magnetfeldstärke, Gradientenstärke, Hochfrequenz, Orts- und Zeitauflösung
  • Gerätebezogene Sicherheitsvorschriften in Bezug auf Personal und Patienten
  • Typische Artefakte in der MRT und ihre Ursachen
  • Grundlagen der Gefäßdarstellung und funktioneller MRT-Techniken
  • Indikation für PET/MRT im Kontext multimodaler Bildgebung
  • Indikation, Durchführung und Befunderstellung von MRT-Untersuchungen aller Körperregionen, z. B. ZNS, Nerven, muskuloskelettales System, Weichteile, Thorax, Herz, Abdomen, Becken, Gefäße, fetale MRT, MRT-Interventionen
  • Erstellung und Anwendung von MRTUntersuchungsprotokollen für alle Körperregionen und alle MR-Verfahren einschließlich geeigneter Kontrastmittel

Sonographie:

  • Physikalische Prinzipien der Sonographie einschließlich B-Bildgebung, Doppler- und Farbduplexsonographie und Frequenzanalyse
  • Ultraschallsonden und typische Artefakte
  • Indikationen für die Anwendungen von Ultraschallkontrastmitteln
  • Indikation, Durchführung und Befunderstellung von sonographischen Untersuchungen aller Organe und Organsysteme einschließlich Doppler-/Duplexsonographie von Arterien und Venen

Interventionelle Radiologie:

  • Grundlagen ablativer und gewebestabilisierender Verfahren
  • Bewertung und Vergleich bildgestützter interventioneller/endovaskulärer Verfahren für therapeutische Fragestellungen
  • Grundlagen der interventionellen/endovaskulären Onkologie
  • Indikation, Durchführung und Befunderstellung von interventionellen/endovaskulären, minimal-invasiven radiologischen Verfahren einschließlich vaskulärer Interventionen, Punktionen von Organen, Geweben und Körperhöhlen sowie der perkutanen Therapie bei Schmerzzuständen und bei Tumoren, davon
    • vaskuläre Interventionen, z. B. rekanalisierende Verfahren, perkutane Einbringung von Implantaten oder gefäßverschließende Verfahren
    • nicht-vaskuläre Interventionen, z. B. Punktionen und Biopsien zur Gewinnung von Gewebe, Drainagen oder therapeutischer Applikation von Medikamenten und
      Substanzen, perkutane bildgesteuerte Schmerztherapie,
      interventionelle/endovaskuläre onkologische Verfahren und gewebestabilisierende Verfahren
  • Analgesierungs- und Sedierungsmaßnahmen
  • Medikamentöse Begleittherapie und Nachsorge

Bildgebung an der Mamma:

  • Indikation, Durchführung und Befunderstellung von allen bildgebenden und bildgestützten interventionellen/endovaskulären Verfahren an der Mamma

Nuklearmedizinische Verfahren:

  • Prinzipien nuklearmedizinischer Untersuchungsverfahren
  • Interdisziplinäre Indikationsstellung für Hybridverfahren wie
    Positronenemissionstomographie (PET)-CT, Einzelphotonen-Emissionscomputertomographie (SPECT)-CT und MR-PET

Weiterbildungszeit Facharzt Radiologie

Bitte anklicken, um die Texte auszuklappen.

Die Weiterbildungszeiten variieren von Bundesland zu Bundesland. Wir haben Dir hier die Weiterbildungszeiten aller Bundesländer zusammengefasst.

Die 60-monatige Fachausbildung Radiologie gestaltet sich in Baden-Württemberg wie folgt:

  • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung
  • 12 Monate in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes

Die 60-monatige Fachausbildung Radiologie gestaltet sich in Bayern wie folgt:

  • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung und/oder in Nuklearmedizin
  • 12 Monate in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes
Die 60-monatige Fachausbildung Radiologie gestaltet sich in Berlin wie folgt:

  • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung und/oder in Nuklearmedizin
  • 12 Monate in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes
Die 60-monatige Fachausbildung Radiologie gestaltet sich in Brandenburg wie folgt:

  • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung und/oder in Nuklearmedizin
  • 12 Monate in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes
Die 60-monatige Fachausbildung Radiologie gestaltet sich in Bremen wie folgt:

  • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung und/oder in Nuklearmedizin
  • 12 Monate in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes
Die 60-monatige Fachausbildung Radiologie gestaltet sich in Hamburg wie folgt:

  • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung und/oder in Nuklearmedizin
  • 12 Monate in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes
Die 60-monatige Fachausbildung Radiologie gestaltet sich in Hessen wie folgt:

  • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung
  • 12 Monate in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes
Die 60-monatige Fachausbildung Radiologie gestaltet sich in Mecklenburg-Vorpommern wie folgt:

  • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung und/oder in Nuklearmedizin
  • 12 Monate in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes
Die 60-monatige Fachausbildung Radiologie gestaltet sich in Niedersachsen wie folgt:

  • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung und/oder in Nuklearmedizin
  • 12 Monate in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes
Die 60-monatige Fachausbildung Radiologie gestaltet sich in Nordrhein-Westfalen (Gebiet Nordrhein) wie folgt:

  • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung und/oder in Nuklearmedizin
  • 12 Monate in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes
Die 60-monatige Fachausbildung Radiologie gestaltet sich in Nordrhein-Westfalen (Gebiet Lippe) wie folgt:

  • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung und/oder in Nuklearmedizin
  • 12 Monate in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes

Die 60-monatige Fachausbildung Radiologie gestaltet sich in Rheinland-Pfalz wie folgt:

  • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung und/oder in Nuklearmedizin
  • 12 Monate in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes

Die 60-monatige Fachausbildung Radiologie gestaltet sich im Saarland wie folgt:

  • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung und/oder in Nuklearmedizin
  • 12 Monate in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes
Die 60-monatige Fachausbildung Radiologie gestaltet sich in Sachsen wie folgt:

  • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung und/oder in Nuklearmedizin
  • 12 Monate in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes

Die 60-monatige Fachausbildung Radiologie gestaltet sich in Sachsen-Anhalt wie folgt:

  • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung
  • 12 Monate in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes
Die 60-monatige Fachausbildung Radiologie gestaltet sich in Schleswig-Holstein wie folgt:

  • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung und/oder in Nuklearmedizin
  • 12 Monate in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes

Die 60-monatige Fachausbildung Radiologie gestaltet sich in Thüringen wie folgt:

  • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung und/oder in Nuklearmedizin
  • 12 Monate in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes

Schwerpunkt Kinder- und Jugendradiologie

Nach dem Abschluss der regulären Weiterbildungszeit kann der Facharzt für Radiologie eine Schwerpunkt-Weiterbildung machen. Dabei kann er zwischen zwei Schwerpunkt-Weiterbildungen wählen.

Für das Gebiet der Radiologie ist einerseits eine Schwerpunkt-Weiterbildung im Bereich der Kinder- und Jugendradiologie möglich. Diese dauert in allen Bundesländern 36 Monate.

Die Kinder-und Jugendradiologie ist ein Teilgebiet der Radiologie, das einen Fokus auf die Besonderheiten der radiologischen Behandlung von Kindern und Jugendlichen legt. Dabei spielen vor allem die Anatomie und Physiologie, aber auch überwiegend bei Kindern und Jugendlichen vorkommende Erkrankungen eine hervorgehobene Rolle.

Übergreifende Inhalte der Schwerpunkt-Weiterbildung Kinder- und Jugendradiologie:

  • Prinzipien kindgerechter Untersuchungen einschließlich verschiedener Möglichkeiten von Sedierung, Narkose und Überwachung
  • Aufklärung und situationsgerechte Kommunikation mit Kindern und Jugendlichen und deren Sorgeberechtigten für bildgebende Untersuchungen und interventionelle bildgestützte Verfahren einschließlich der Befundmitteilung
  • Vorbereitung und Durchführung von kinderradiologischen Demonstrationen, interdisziplinären Konferenzen einschließlich
    Tumorkonferenzen bei Kindern und Jugendlichen
  • Auswahl und vergleichende Bewertung der Aussagekraft bildgebender Verfahren bei Früh- und Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen unter Berücksichtigung des Strahlenschutzes und Beratung im Rahmen der interdisziplinären Therapieentscheidung

Technik, Strahlenschutz und Kontrastmittel:

  • Besonderheiten in der Stellung der rechtfertigenden Indikation, Technik und Anwendung aller radiologischen und interventionellen bildgestützten Verfahren bei Früh- und Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen
  • Umgang mit Kontrastmitteln unter Berücksichtigung von Kontraindikationen in der Schwangerschaft
  • Indikationsgerechte Auswahl, Dosierung und Risikominimierung beim Einsatz von Kontrastmitteln unter Berücksichtigung der Pharmakokinetik bei Kindern und Jugendlichen, insbesondere bei Früh- und Neugeborenen

Grundlagen und Spezifika kinderradiologischer Diagnostik:

  • Anatomie und altersphysiologische Entwicklung, Varianten und Abweichungen ohne Krankheitswert bei Feten, Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen
  • Angeborene und erworbene Erkrankungen bei Feten, Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen, deren Diagnostik und Differentialdiagnostik, z. B. Fehlbildungen, Erkrankungen von Früh- und Neugeborenen, Traumaklassifikationen,
    Tumorerkrankungen sowie Wertung posttherapeutischer Veränderungen
  • Bestimmung der Knochenreife und Berechnung der prospektiven Endgröße
  • Prinzipien der forensischen Bildgebung sowie des Vorgehens bei Verdacht auf Kindesmisshandlung und bei Fehlbildungssyndromen (Dysplasie-Status)
  • Indikation, Durchführung und Befunderstellung des Skelettstatus und der weiterführenden Diagnostik bei Verdacht auf Kindesmisshandlung einschließlich der Beurteilung von Zufallsbefunden

Notfälle:

  • Reanimationstechniken bei Neugeborenen und Säuglingen, Kindern und Jugendlichen
  • Erstmaßnahmen bei kontrastmittelassoziierten Komplikationen, z. B. anaphylaktische und anaphylaktoide Reaktionen bei Kindern und Jugendlichen
  • Radiologische Untersuchungen von Früh- und Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen mit akuten und/oder lebensbedrohlichen Erkrankungen, Traumata sowie bei Intensivpatienten
  • Indikation, Durchführung und Befunderstellung von interventionellen bildgestützten Verfahren in Notfallsituationen bei Kindern und Jugendlichen, z. B. Desinvagination

Sonographie:

  • Ultraschallsonden, B-Bildsonographie, Doppler- und Farbdopplersonographie, Frequenzspektrumanalyse und typische Artefakte bei Früh- und Neugeborenen sowie Kindern und Jugendlichen
  • Berücksichtigung biologischer Effekte des Ultraschalls, insbesondere bei Frühgeborenen
  • Prinzipien des Kontrastmittelultraschalls und des quantitativen Ultraschalls bei Kindern und Jugendlichen
  • Indikation, Durchführung und Befunderstellung von Ultraschalluntersuchungen aller Körperregionen bei Früh- und Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen, z. B. Doppler/Duplexsonographie von Arterien und Venen, transfontanelläre und transkranielle Sonographie sowie Sonographie von Weichteilen und Bewegungsapparat einschließlich der Säuglingshüfte
  • Indikationsstellung zur Echokardiographie

Ionisierende Verfahren:

  • Besonderheiten der Strahlenbiologie und Strahlenphysik bei Früh- und Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen
  • Indikation, Durchführung und Befunderstellung von Radiographie-, Fluoroskopie- und CT-Untersuchungen aller Körperregionen bei Früh- und Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen
  • Erstellung und Anwendung von altersabhängigen Untersuchungsprotokollen aller Körperregionen bei Untersuchungen mit ionisierender Strahlung im Kindes- und Jugendalter
  • Indikationen und Technik der Digitalen Volumentomographie (DVT) bei Kindern und Jugendlichen
  • Indikationen und Technik der radiographischen Osteodensitometrie bei Kindern und Jugendlichen

Magnetresonanztomographie:

  • Indikation, Durchführung und Befunderstellung von MRT-Untersuchungen aller Körperregionen bei Kindern und Jugendlichen
  • Erstellung und Anwendung von altersabhängigen MR-Untersuchungsprotokollen für alle Körperregionen und MR-Verfahren einschließlich geeigneter Kontrastmittel sowie untersuchungstypische Techniken bei Früh- und Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen
  • MRT-Untersuchungen des Fetus

Interventionelle und minimal invasive bildgestützte Verfahren:

  • Prinzipien, Indikationen und Komplikationen bei Interventionen bei Früh- und Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen
  • Indikation, Durchführung und Befunderstellung von interventionellen bildgestützten Verfahren bei Früh- und Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen

Nuklearmedizinische Verfahren:

  • Prinzipien nuklearmedizinischer Untersuchungsverfahren bei Kindern und Jugendlichen
  • Interdisziplinäre Indikationsstellung für Hybridverfahren, z. B.
    Positronenemissionstomographie (PET)-CT, Einzelphotonen-Emissionscomputertomographie (SPECT), PET-MRT bei Kindern und Jugendlichen

Schwerpunkt Neuroradiologie

Für das Gebiet der Radiologie ist aber andererseits auch eine Schwerpunkt-Weiterbildung im Bereich der Neuroradiologie möglich. Diese dauert ebenfalls in allen Bundesländern 36 Monate.

Die Neuroradiologie ist ein Teilgebiet der Radiologie und befasst sich mit Bildgebungsverfahren bei Veränderungen und Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Mit dem Fokus auf Gehirn und Rückenmark ergänzt es den Fachbereich der Radiologie.

Die Neuroradiologie steht in enger Verbindung mit den Gebieten der Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kieferchirurgie und Augenheilkunde.

Übergreifende Inhalte der Schwerpunkt-Weiterbildung Neuroradiologie:

  • Grundlagen und klinische Untersuchungsmethoden in der Neurologie, Neurochirurgie, Angiologie und Gefäßchirurgie mit Relevanz für neuroradiologische Fragestellungen
  • Anatomie, anatomische Varianten und Physiologie der angeborenen und erworbenen Erkrankungen mit Relevanz für neuroradiologische Fragestellungen, insbesondere des arteriellen und venösen Gefäßsystems im Bereich Kopf, Hals, Gehirn, Wirbelsäule und Rückenmark
  • Klinische Symptome und Behandlungsstrategien sowie bildmorphologische Darstellung bei neuroradiologischen Fragestellungen
  • Vorbereitung und Durchführung von neuroradiologischen Demonstrationen, interdisziplinären Konferenzen, einschließlich Tumorkonferenzen
  • Besonderheiten neuroradiologischer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden bei Kindern und Jugendlichen sowie erforderliche Anpassungen der Akquisitionsparameter

Indikationsstellung:

  • Indikation einschließlich rechtfertigender Indikationsstellung für alle neuroradiologischen Untersuchungen und interventionellen bildgestützten Verfahren unter Berücksichtigung der relevanten klinischen Fragestellungen des zentralen und peripheren Nervensystems einschließlich der Nervenplexus
  • Bewertung und Vergleich der Aussagekraft bildgebender Verfahren, insbesondere Radiographie, Fluoroskopie, CT, MRT, Sonographie für unterschiedliche diagnostische neuroradiologische Fragestellungen und Auswahl der geeignetsten Methoden für diagnostische neuroradiologische Fragestellungen
  • Bewertung und Vergleich der verschiedenen interventionellen neuroradiologischen Verfahren und Auswahl der geeignetsten Verfahren für die unterschiedlichen neuroradiologischen
    Krankheitsbilder

Strahlenschutz:

  • Reduktionsmöglichkeiten der medizinisch induzierten Strahlenexposition im Hinblick auf besonders strahlensensible Organe im Untersuchungs- oder Behandlungsfeld

Bildgebung mit ionisierender Strahlung:

  • Digitale Volumentomographie (DVT) im Kopf-Hals- Bereich
  • Indikation, Durchführung und Befunderstellung von Röntgenuntersuchungen einschließlich diagnostischer und funktioneller Computertomographie, Digitaler Subtraktionsangiographie und Fluoroskopie, davon
    • Röntgennativdiagnostik
    • Myelographien
    • Katheterangiographien
    • CT von Gehirn und Liquorräumen
    • CT von Schädelbasis und Hals
    • CT von Wirbelsäule und Rückenmark
    • CT des muskuloskelettalen Systems
    • CT-Angiographien
  • Erstellung und Anwendung von CTUntersuchungsprotokollen für neuroradiologische Fragestellungen und CT-Verfahren einschließlich der Wahl der geeigneten Kontrastmittel
  • Untersuchungstechnik der angiographischen Verfahren der supraaortalen, kraniellen und spinalen Gefäße auch mittels Rotationstechnik und Volumen-CT

Magnetresonaztomographie:

  • Grundlagen der MR-Spektroskopie in der Neuroradiologie
  • Indikation, Durchführung und Befunderstellung von Magnetresonanztomographien bei neuroradiologischen Fragestellungen einschließlich Datennachverarbeitung und Auswertung diagnostischer, dynamischer, funktioneller und
    spektroskopischer MRT-Verfahren, davon

    • Gehirn und Liquorräume
    • Schädel und Hals
    • Wirbelsäule und Rückenmark
    • muskuloskelettales System
    • MRT-Angiographien
  • Erstellung und Anwendung von MRT-Untersuchungsprotokollen für neuroradiologische
    Fragestellungen und MRT-Verfahren einschließlich der Wahl der geeigneten Kontrastmittel

Sonographie:

  • Ultraschalluntersuchungen einschließlich Doppler-/Duplex- Untersuchungen der extrakraniellen hirnversorgenden und intrakraniellen Gefäße einschließlich der Anwendung von Kontrastmitteln

Interventionelle Neuroradiologie/bildgeführte minimal-invasive Therapie:

  • Indikation, Durchführung und Befunderstellung von interventionellen neuroradiologischen Verfahren einschließlich Begleittherapie und Maßnahmen der Nachsorge, davon
    • rekanalisierende Eingriffe, z. B. mechanische Thrombektomie, intraarterielle Lyse, PTA, Stent
    • gefäßverschließende Eingriffe, z. B. Embolisation, Coiling
    • perkutane Therapie oder Biopsie bei Gefäßmissbildungen, Tumoren oder bei Schmerzzuständen
  • Indikationen und Technik der Vertebroplastie

Facharzt Radiologie Gehalt 

Das Einstiegsgehalt als Assistenzarzt für Radiologie liegt im ersten Jahr bei 4.600 Euro brutto pro Monat. Dein Assistenzarztgehalt steigt jährlich. Nach 5 Jahren in Deiner Weiterbildung zum Facharzt für Radiologie verdienst Du 5.900 Euro brutto pro Monat.

Das Bruttojahresgehalt eines Facharztes im Bereich Radiologie beträgt bis zu 92.000 Euro.

Das Gehalt als Radiologe ist abhängig von geltenden Tarifverträgen. Die verbreitetsten Tarifverträge sind der TV-Ärzte VKA für kommunale Krankenhäuser und der Tarifvertrag der Unikliniken, TV Ärzte TdL.

In diesen ist die Gehaltsentwicklung fest definiert. Auch einige private Klinikkonzerne wie etwa SRH oder Helios haben bundesweit geltende Tarifverträge.

Außerhalb geltender Tarifverträge verdienen ÄrztInnen unterschiedlicher Erfahrungsstufen und Fachbereiche unterschiedlich viel Gehalt.

Als Vertretungsarzt ist man jedoch generell an keine Tarifverträge gebunden. Hier sind weit höhere Gehältern als in Festanstellung möglich und man hat häufig eine bessere Work-Life-Balance.

Facharztausbildung Radiologie Logbuch

Das Logbuch ist ein verpflichtender Bestandteil der Facharztausbildung – auch für den Facharzt Radiologie.

Wenn alle Inhalte der Weiterbildung durchlaufen wurden, wird das ausgefüllte und unterschriebene Logbuch an die zuständige Ärztekammer geschickt.

Es gibt Aufschluss über alle Inhalte und Kenntnisse, die im Rahmen der Facharztausbildung vermittelt wurden.

Zum Musterlogbuch der Bundesärztekammer geht es hier.

Die Facharztprüfung im Gebiet Radiologie

Für die Anmeldung zur Facharztprüfung Radiologie zum Ende der Assistenzzeit müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein:

  • die Mindestweiterbildungszeiten
  • alle zu absolvierenden Weiterbildungsinhalte
  • ein vorliegendes Facharztzeugnis

Die ersten zwei Voraussetzungen werden durch das Logbuch dokumentiert.

Mit dem Facharztzeugnis wird durch den ausbildenden Arzt die Facharztreife des Assistenzarztes bescheinigt.

Der ausbildende Arzt bezieht dabei Stellung zu den Fähigkeiten und Kenntnissen aber auch zur fachlichen und persönlichen Eignung des Facharztkandidaten.

Nach der Anmeldung mit allen erforderlichen Dokumenten bei der zuständigen Landesärztekammer erhält der Facharztkandidat einen Prüfungstermin mit Datum, Ort und Uhrzeit der Prüfung.

Die Prüfung dauert zwischen 30 und 45 Minuten und wird von einem Prüfungskomitee von meist drei Ärzten abgenommen. Für die Prüfung bekommt man keine Note. Sie gilt lediglich als „bestanden“ oder „nicht bestanden“.

Nach der bestandenen Prüfung erhält der frisch gebackene Facharzt vom Prüfungsvorsitzenden die Facharzturkunde, das Fachdiplom. Der Arzt ist nun berechtigt, als Vertragsarzt zu arbeiten.

Passt die Weiterbildung wirklich zu mir? 

Es ist sehr wichtig, dass die von Dir gewählte Weiterbildung auch wirklich zu Deinen privaten und beruflichen Zielen passt.

Nur so kannst Du langfristig glücklich und vor allem gesund Arzt sein.

Wir haben Dir hier eine Auswahl zu hilfreichen Artikeln zusammengestellt.

Darunter unsere Studie zum Zusammenhang von Deiner Persönlichkeit und Deiner Zufriedenheit mit der Wahl des Fachbereichs.

Stellenangebote Radiologie

Du willst eine Stelle, die ideal zu Deinen Weiterbildungszielen als Facharzt für Radiologie passt?

Unser Team aus Ärzten und medizinischen Experten findet anhand Deiner beruflichen & privaten Ziele die ideale Stelle für Deine Bedürfnisse.

Wir erstellen Dir professionelle Bewerbungsunterlagen, bewerben Dich bei allen passenden Stellen, koordinieren den gesamten Interview- und Einstellungsprozess für Dich und helfen Dir z.B. auch bei der Wohnungs- & Kitasuche.

Der gesamte Service ist für Dich 100 % kostenfrei.

Melde Dich dazu lediglich bei Viantro, der Plattform von Ärzten für Ärzte an.

    1. Kostenloses anmelden
    2. Deine Prioritäten detailliert klären
    3. Die ideale Stelle für die eigene Work-Life-Balance erhalten
Viantro Deine Karriereplattform für Deinen Weg als Arzt

Die Karriereplattform von Ärzten für Ärzte

#KarriereAlsArzt #GlücklichArztSein #makedoctorshappy

Kim Kernbichler, Arzt sowie Gründer & Geschäftsführer von Viantro

Deine Viantro-Vorteile

Die  Job- & Karriereplattfrom von Ärzten für Ärzte.

  • Karrieregespräch mit medizinischen Experten
  • Kostenloser professioneller Lebenslauf
  • Zentrale Verwaltung aller Bewerbungsprozesse
  • Rundumentlastung von der Terminkoordination bis zur Wohnungssuche

Ärzte über Viantro

Ich möchte mich bei allen Viantro-Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit herzlich bedanken. Ich wurde professionell und kompetent beraten und fühlte mich bei jedem Schritt sehr gut bei Viantro aufgehoben. Vielen Dank dafür!

Athanasios Stafylas – Allgemeine & Innere Medizin

Vielen Dank, dass Sie uns hinsichtlich der Unterlagen für Herrn K. sowie bei der Wohnungssuche Ihre Unterstützung anbieten. Auch wir bedanken uns für die super gute und reibungslose Zusammenarbeit. Ich erlebe mit einer anderen Agentur seit einem Jahr das komplette Gegenteil. Da schätze ich doch die Zusammenarbeit mit Profis!

F. R. – Abteilungsleitung Personalwesen

Nachdem ich meine Unterlagen an Viantro gesendet habe, hat das Team alles für mich aufbereitet und mich allen zu meinen Vorgaben und Wünschen passenden Kliniken vorgestellt. Mit meiner neuen Position als Unfallchirurg bin ich sehr zufrieden.

Luca Christiano – Unfallchirurgie

Seit einem halben Jahr arbeite ich dank Viantro als Assistenzärztin für Chirurgie. Vom ersten Kontakt bis zur Vertragsunterschrift waren die persönlichen Ansprechpartner von Viantro immer für mich da.
Ich bin sehr zufrieden und kann Viantro nur allen Ärzten weiterempfehlen.
Danke Viantro für so eine tolle Leistung.

Berline Freeman – Chirurgie

Als frisch approbierter ausländischer Arzt habe ich viele Bewerbungen geschrieben, ohne eine Stelle zu bekommen. Viantro hat ein Krankenhaus gefunden, das genau zu meiner angestrebten Weiterbildung passt und ich wurde direkt dort eingestellt. 
Das Viantro-Team war sehr freundlich und hat mir auch bei der Bürokratie wirklich sehr gut und menschlich weitergeholfen.

Kevin Kuan – Innere Medizin Gastroenterologie

So funktioniert Viantro