Alles was man wissen muss, um Pathologe zu werden

Wie werde ich zum Facharzt für Pathologie?

Lesedauer: 5 min.

Spielst Du mit dem Gedanken, Deinen Facharzt im Gebiet der Pathologie zu absolvieren?

In diesem Artikel findest Du alle relevanten Informationen für Deinen Weg als Facharzt für Pathologie.

Du erhältst einen Überblick über das Tätigkeitsfeld, die Unterschiede der Weiterbildungsordnungen der einzelnen Ärztekammern sowie das Gehalt als Facharzt für Pathologie.

Gerne beraten wir Dich individuell, ob die Weiterbildung zu Dir passt und welche Stellen für Deine Weiterbildungsziele zur Verfügung stehen.

Inhaltsverzeichnis

  • Gehalt

  • Logbuch

  • Facharztprüfung

  • Passt die Weiterbildung zu mir?

  • Stellenangebote Pathologie

Überblick Facharztausbildung Pathologie

Im Fachgebiet der Pathologie stehen jungen Assistenzärzten zwei Spezialisierungsbereiche für ihre Facharztausbildung zur Verfügung: die Pathologie und die Neuropathologie.

Der Bereich Pathologie befasst sich allgemein mit der Erkennung von Krankheiten, ihrer Entstehung und ihrer Ursachen durch die Beurteilung von Untersuchungsgut bei morphologisch definierten Krankheiten oder durch Obduktion.

Während sich Neuropathologen auf das Nervensystem des Körpers konzentrieren, befassen sich Fachärzte für Pathologie mit dem gesamten Körper. Durch Gewebeproben und Biopsate gelangen sie zu ihren Diagnosen. Die zu untersuchenden Gewebeproben können von allen Bereichen des Körpers stammen. Entsprechend breit gefächert verläuft die Ausbildung zum Facharzt für Pathologie.

Durch sein breites Wissensspektrum arbeitet der Pathologe mit Kollegen vieler anderer Fachbereiche zusammen. Direkten Patientenkontakt hat er aber selten. Viel mehr unterstützt er durch seine Arbeit die behandelnden Ärzte bei der richtigen Diagnose und Therapie.

Die Weiterbildungs-Voraussetzungen zum Facharzt Pathologie

Um die Weiterbildung im Bereich der Pathologie beginnen zu können, muss ein abgeschlossenes Medizinstudium vorliegen.

Mit dem Erhalt der Approbation beginnt die Zeit als Assistenzarzt, in der wir uns in einem Teilbereich der Medizin weiterbilden und spezialisieren.

Wir absolvieren unsere Facharztausbildung – zum Beispiel im Gebiet der Pathologie. Am Ende dieser mehrjährigen Ausbildung erlangt man den Facharzttitel.

Weiterbildungsinhalte Pathologie

Übergreifende Inhalte der Facharzt-Weiterbildung Pathologie:

  • Prinzipien interdisziplinärer Therapiekonzepte und Therapieplanung, insbesondere bei Tumorerkrankungen
  • Interpretation von klinischen Befunden im Zusammenhang mit gebietsbezogenen Fragestellungen
  • Digitale Pathologie
  • Beurteilung unter Berücksichtigung der Morphologie erwünschter und unerwünschter Arzneimittelwirkungen
  • Wissenschaftlich begründete Gutachtenerstellung
  • Spezielle Anatomie der verschiedenen Körperregionen

Obduktionstätigkeit:

  • Spezielle Präparations- und Nachweismethoden der makroskopischen und mikroskopischen Diagnostik
  • Obduktionen (vollständige Leichenöffnung) einschließlich weiterführender Untersuchungen, epikritischer Auswertung und Dokumentation
  • Vorstellung von Obduktionsbefunden in Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen
  • Herrichtung von obduzierten Leichen und Konservierung von Leichen

Makroskopie:

  • Makroskopische Beurteilung, Auswahl und Entnahme morphologischen Materials für die histologische und zytologische Untersuchung einschließlich der Methoden der technischen Bearbeitung und Färbung unter Berücksichtigung der Immunhistologie und Molekularpathologie

Aufbereitung und Befundung von Präparaten:

  • Grundlagen der technischen Aufbereitung von Präparaten
  • Einflussgrößen und Störfaktoren auf Untersuchungsergebnisse einschließlich deren Steuerung

Mikroskopie:

  • Beurteilung und Befunderstellung histologischer und zytologischer Präparate
  • Beurteilung und Befunderstellung von histopathologischen Untersuchungen verschiedener Entitäten, davon
    • Schnellschnittuntersuchungen
  • Allgemeine und spezielle fachgebietsbezogene Methoden der morphologischen Diagnostik einschließlich der Immunhistologie/Immunzytologie, Molekularpathologie, der Morphometrie und der Zytogenetik sowie der Biochemie und Immunologie
  • Durchführung und Befunderstellung molekularpathologischer Untersuchungen sowie deren Interpretation

Zytopathologie und Zytometrie:

  • Durchführung und Befunderstellung von zytopathologischen Untersuchungen verschiedener Entitäten

Gynäkologische Exfoliativzytologie:

  • Zervixkarzinome und deren Vorstufen
  • Beurteilung, Befunderstellung einschließlich Klassifizierung von Zellausstrichen, davon
    • Zervixkarzinome und Vorstufen

Interdisziplinäre Zusammenarbeit:

  • Mitwirkung an klinischen Demonstrationen sowie klinisch-pathologischen Konferenzen
  • Mitwirkung an interdisziplinären Tumorkonferenzen

Asservierung und Dokumentation:

  • Asservierung von Untersuchungsgut für ergänzende Untersuchungen
  • Grundlagen von Biobanken
  • Fotografische Dokumentation

Weiterbildungszeit Facharzt Pathologie

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Die Weiterbildungszeiten variieren von Bundesland zu Bundesland. Wir haben Dir hier die Weiterbildungszeiten aller Bundesländer zusammengefasst.

Die 72-monatige Fachausbildung Pathologie gestaltet sich in Baden-Württemberg wie folgt:

  • 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Pathologie
  • 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt Pathologie, davon können bis zu
    • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung angerechnet werden
Die 72-monatige Fachausbildung Pathologie gestaltet sich in Bayern wie folgt:

  • 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Pathologie
  • 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt Pathologie, davon können bis zu
    • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung angerechnet werden
Die 72-monatige Fachausbildung Pathologie gestaltet sich in Berlin wie folgt:

  • 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Pathologie
  • 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt Pathologie, davon können bis zu
    • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung angerechnet werden
Die 72-monatige Fachausbildung Pathologie gestaltet sich in Brandenburg wie folgt:

  • 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Pathologie
  • 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt Pathologie, davon können bis zu
    • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung angerechnet werden
Die 72-monatige Fachausbildung Pathologie gestaltet sich in Bremen wie folgt:

  • 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Pathologie
  • 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt Pathologie, davon können bis zu
    • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung angerechnet werden
Die 72-monatige Fachausbildung Pathologie gestaltet sich in Hamburg wie folgt:

  • 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Pathologie
  • 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt Pathologie, davon können bis zu
    • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung angerechnet werden
Die 72-monatige Fachausbildung Pathologie gestaltet sich in Hessen wie folgt:

  • 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Pathologie
  • 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt Pathologie, davon können bis zu
    • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung angerechnet werden
Die 72-monatige Fachausbildung Pathologie gestaltet sich in Mecklenburg-Vorpommern wie folgt:

  • 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Pathologie
  • 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt Pathologie, davon können bis zu
    • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung angerechnet werden

Die 72-monatige Fachausbildung Pathologie gestaltet sich in Niedersachsen wie folgt:

  • 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Pathologie
  • 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt Pathologie, davon können bis zu
    • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung angerechnet werden
Die 72-monatige Fachausbildung Pathologie gestaltet sich in Nordrhein-Westfalen (Gebiet Nordrhein) wie folgt:

  • 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Pathologie
  • 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt Pathologie, davon können bis zu
    • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung angerechnet werden
Die 72-monatige Fachausbildung Pathologie gestaltet sich in Nordrhein-Westfalen (Gebiet Lippe) wie folgt:

  • 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Pathologie
  • 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt Pathologie, davon können bis zu
    • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung angerechnet werden
Die 72-monatige Fachausbildung Pathologie gestaltet sich in Rheinland-Pfalz wie folgt:

  • 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Pathologie
  • 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt Pathologie, davon können bis zu
    • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung angerechnet werden
Die 72-monatige Fachausbildung Pathologie gestaltet sich im Saarland wie folgt:

  • 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Pathologie
  • 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt Pathologie, davon können bis zu
    • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung angerechnet werden
Die 72-monatige Fachausbildung Pathologie gestaltet sich in Sachsen wie folgt:

  • 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Pathologie
  • 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt Pathologie, davon können bis zu
    • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung angerechnet werden
Die 72-monatige Fachausbildung Pathologie gestaltet sich in Sachsen-Anhalt wie folgt:

  • 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Pathologie
  • 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt Pathologie, davon können bis zu
    • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung angerechnet werden
Die 72-monatige Fachausbildung Pathologie gestaltet sich in Schleswig-Holstein wie folgt:

  • 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Pathologie
  • 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt Pathologie, davon können bis zu
    • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung angerechnet werden

Die 72-monatige Fachausbildung Pathologie gestaltet sich in Thüringen wie folgt:

  • 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Pathologie
  • 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt Pathologie, davon können bis zu
    • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung angerechnet werden

Facharzt Pathologie Gehalt 

Das Einstiegsgehalt als Assistenzarzt für Pathologie liegt im ersten Jahr bei 4.600 Euro brutto pro Monat. Dein Assistenzarztgehalt steigt jährlich. Nach 5 Jahren in Deiner Weiterbildung zum Facharzt für Pathologie verdienst Du 5.900 Euro brutto pro Monat.

Das Bruttojahresgehalt eines Facharztes im Bereich Pathologie beträgt bis zu 92.000 Euro.

Das Gehalt als Facharzt für Pathologie ist abhängig von geltenden Tarifverträgen. Die verbreitetsten Tarifverträge sind der TV-Ärzte VKA für kommunale Krankenhäuser und der Tarifvertrag der Unikliniken, TV Ärzte TdL.

In diesen ist die Gehaltsentwicklung fest definiert. Auch einige private Klinikkonzerne wie etwa SRH oder Helios haben bundesweit geltende Tarifverträge.

Außerhalb geltender Tarifverträge verdienen ÄrztInnen unterschiedlicher Erfahrungsstufen und Fachbereiche unterschiedlich viel Gehalt.

Als Vertretungsarzt ist man jedoch generell an keine Tarifverträge gebunden. Hier sind weit höhere Gehältern als in Festanstellung möglich und man hat häufig eine bessere Work-Life-Balance.

Facharztausbildung Pathologie Logbuch

Das Logbuch ist ein verpflichtender Bestandteil der Facharztausbildung – auch für den Facharzt Pathologie.

Wenn alle Inhalte der Weiterbildung durchlaufen wurden, wird das ausgefüllte und unterschriebene Logbuch an die zuständige Ärztekammer geschickt.

Es gibt Aufschluss über alle Inhalte und Kenntnisse, die im Rahmen der Facharztausbildung vermittelt wurden.

Zum Musterlogbuch der Bundesärztekammer geht es hier.

Die Facharztprüfung im Gebiet Pathologie

Für die Anmeldung zur Facharztprüfung Pathologie zum Ende der Assistenzzeit müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein:

  • die Mindestweiterbildungszeiten
  • alle zu absolvierenden Weiterbildungsinhalte
  • ein vorliegendes Facharztzeugnis

Die ersten zwei Voraussetzungen werden durch das Logbuch dokumentiert.

Mit dem Facharztzeugnis wird durch den ausbildenden Arzt die Facharztreife des Assistenzarztes bescheinigt.

Der ausbildende Arzt bezieht dabei Stellung zu den Fähigkeiten und Kenntnissen aber auch zur fachlichen und persönlichen Eignung des Facharztkandidaten.

Nach der Anmeldung mit allen erforderlichen Dokumenten bei der zuständigen Landesärztekammer erhält der Facharztkandidat einen Prüfungstermin mit Datum, Ort und Uhrzeit der Prüfung.

Die Prüfung dauert zwischen 30 und 45 Minuten und wird von einem Prüfungskomitee von meist drei Ärzten abgenommen. Für die Prüfung bekommt man keine Note. Sie gilt lediglich als „bestanden“ oder „nicht bestanden“.

Nach der bestandenen Prüfung erhält der frisch gebackene Facharzt vom Prüfungsvorsitzenden die Facharzturkunde, das Fachdiplom. Der Arzt ist nun berechtigt, als Vertragsarzt zu arbeiten.

Passt die Weiterbildung wirklich zu mir? 

Es ist sehr wichtig, dass die von Dir gewählte Weiterbildung auch wirklich zu Deinen privaten und beruflichen Zielen passt.

Nur so kannst Du langfristig glücklich und vor allem gesund Arzt sein.

Wir haben Dir hier eine Auswahl zu hilfreichen Artikeln zusammengestellt.

Darunter unsere Studie zum Zusammenhang von Deiner Persönlichkeit und Deiner Zufriedenheit mit der Wahl des Fachbereichs.

Stellenangebote Pathologie

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    1. Kostenloses anmelden
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Kim Kernbichler, Arzt sowie Gründer & Geschäftsführer von Viantro

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Ärzte über Viantro

Ich möchte mich bei allen Viantro-Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit herzlich bedanken. Ich wurde professionell und kompetent beraten und fühlte mich bei jedem Schritt sehr gut bei Viantro aufgehoben. Vielen Dank dafür!

Athanasios Stafylas – Allgemeine & Innere Medizin

Vielen Dank, dass Sie uns hinsichtlich der Unterlagen für Herrn K. sowie bei der Wohnungssuche Ihre Unterstützung anbieten. Auch wir bedanken uns für die super gute und reibungslose Zusammenarbeit. Ich erlebe mit einer anderen Agentur seit einem Jahr das komplette Gegenteil. Da schätze ich doch die Zusammenarbeit mit Profis!

F. R. – Abteilungsleitung Personalwesen

Nachdem ich meine Unterlagen an Viantro gesendet habe, hat das Team alles für mich aufbereitet und mich allen zu meinen Vorgaben und Wünschen passenden Kliniken vorgestellt. Mit meiner neuen Position als Unfallchirurg bin ich sehr zufrieden.

Luca Christiano – Unfallchirurgie

Seit einem halben Jahr arbeite ich dank Viantro als Assistenzärztin für Chirurgie. Vom ersten Kontakt bis zur Vertragsunterschrift waren die persönlichen Ansprechpartner von Viantro immer für mich da.
Ich bin sehr zufrieden und kann Viantro nur allen Ärzten weiterempfehlen.
Danke Viantro für so eine tolle Leistung.

Berline Freeman – Chirurgie

Als frisch approbierter ausländischer Arzt habe ich viele Bewerbungen geschrieben, ohne eine Stelle zu bekommen. Viantro hat ein Krankenhaus gefunden, das genau zu meiner angestrebten Weiterbildung passt und ich wurde direkt dort eingestellt. 
Das Viantro-Team war sehr freundlich und hat mir auch bei der Bürokratie wirklich sehr gut und menschlich weitergeholfen.

Kevin Kuan – Innere Medizin Gastroenterologie

So funktioniert Viantro