Alles was man wissen muss, um Kinder- und JugendmedizinerIN zu werden

Wie werde ich zum Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin?

Lesedauer: 5 min.

Spielst Du mit dem Gedanken, Deinen Facharzt im Gebiet der Kinder- und Jugendmedizin zu absolvieren?

In diesem Artikel findest Du alle relevanten Informationen für Deinen Weg als Kinder- und Jugendmedizin.

Du erhältst einen Überblick über das Tätigkeitsfeld, die Unterschiede der Weiterbildungsordnungen der einzelnen Ärztekammern sowie das Gehalt als Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin.

Gerne beraten wir Dich individuell, ob die Weiterbildung zu Dir passt und welche Stellen für Deine Weiterbildungsziele zur Verfügung stehen.

Inhaltsverzeichnis

  • Gehalt

  • Logbuch

  • Facharztprüfung

  • Passt die Weiterbildung zu mir?

  • Stellenangebote Kinder- und Jugendmedizin

Überblick Facharztausbildung Kinder- und Jugendmedizin

Ein wichtiger Begleiter für Heranwachsende – der Kinder- und Jugendarzt

Fachärzte der Kinder- und Jugendmedizin sind darauf spezialisiert körperlichen, psychischen und psychosomatischen Erkrankungen, Verhaltensauffälligkeiten, Entwicklungsstörungen und Behinderungen vorzubeugen und diese zu diagnostizieren, zu therapieren und durch fachgerechte Nachsorge zu heilen. Zu ihren Patienten zählen Säuglinge, Kleinkinder, Kinder, Jugendliche und Heranwachsende.

Einen besonderen Fokus macht in der Behandlung auch die Berücksichtigung des familiären und sozialen Umfeldes aus. Allgemein sollten Fachärzte ein Gespür für nonverbale Kommunikationen haben. Denn häufig können ihre kleinen Patienten die eigenen Schmerzen nicht artikulieren oder richtig einordnen.

Das Behandlungsspektrum des Kinder- und Jugendmediziners ist interdisziplinär, er selbst ist ein Generalist. Die zu behandelnden Krankheitsbilder reichen von Diabetes zu Lungenentzündung und von Asthma über Impfungen zu Sturzverletzungen.

Die Weiterbildungs-Voraussetzungen zum Facharzt Kinder- und Jugendmedizin

Um die Weiterbildung im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin beginnen zu können, muss ein abgeschlossenes Medizinstudium vorliegen.

Mit dem Erhalt der Approbation beginnt die Zeit als Assistenzarzt, in der wir uns in einem Teilbereich der Medizin weiterbilden und spezialisieren.

Wir absolvieren unsere Facharztausbildung – zum Beispiel im Gebiet der Kinder- und Jugendmedizin. Am Ende dieser mehrjährigen Ausbildung erlangt man den Facharzttitel.

Weiterbildungsinhalte Kinder- und Jugendmedizin

Übergreifende Inhalte der Facharzt-Weiterbildung Kinder- und Jugendmedizin:

  • Wesentliche Gesetze, Verordnungen und Richtlinien
  • Erkennung und Einleitung von Maßnahmen bei Kindeswohlgefährdung, insbesondere bei Vernachlässigung, Misshandlung und sexuellem Missbrauch
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit einschließlich Fallkonferenzen, auch mit Kindergemeinschaftseinrichtungen, Beratungsstellen und Behörden
  • Diagnostik und Therapie bei Schlafstörungen
  • Erkennung von akut abklärungsbedürftigen Symptomkomplexen (red flags)
  • Normale und pathologische Entwicklung von der Geburt bis zum Abschluss der somatischen, psychischen, mentalen und sozialen Reife
  • Transition im Kontext der zugrunde liegenden Erkrankung
  • Indikationsstellung zur Verlegung in eine fachlich spezialisierte Einrichtung einschließlich der vorgeburtlichen Verlegung bei schweren Erkrankungsverläufen, z. B. Organversagen, onkologische Erkrankung, extreme Unreife, schwere Fehlbildung, schwerer Immundefekt
  • Pharmakotherapie in den verschiedenen Altersabschnitten einschließlich der Indikationsstellung zur zulassungsüberschreitenden Anwendung (Off-label use)
  • Analgosedierung bei diagnostischen und therapeutischen Eingriffen
  • Basisbehandlung palliativmedizinisch zu versorgender Patienten
  • Alters-, geschlechts- und kulturspezifische Aspekte in Symptomatologie und Therapie
  • Gesunde Ernährung
  • Prävention, Diagnostik und Therapie von Ernährungsstörungen, insbesondere der Adipositas

Fachgebundene genetische Beratung:

  • Grundlagen hereditärer und multifaktorieller Krankheitsbilder und Entwicklungsstörungen
  • Interpretation und Aussagekraft genetischer Untersuchungsergebnisse (Sensitivität, Spezifität, prädiktiver Wert)
  • Methodische, psychosoziale und ethische Aspekte der genetischen Beratung und Diagnostik einschließlich pharmakogenetischer Tests
  • Erkennung fachbezogener genetisch bedingter Krankheitsbilder oder Entwicklungsstörungen
  • Fachgebundene genetische Beratung bei diagnostischer und prädiktiver genetischer Untersuchung

Entwicklungs- und Sozialpädiatrie:

  • Diagnostik, Therapie, Rehabilitation und Nachsorge von Entwicklungsstörungen und Behinderungen
  • Klinische Beurteilung von Wachstum, körperlicher, psychomotorischer und psychosozialer Entwicklung
  • Entwicklungsdiagnostik einschließlich Anwendung und Beurteilung von Testverfahren

Psychische und psychosomatische Störungen und Verhaltensstörungen:

  • Basisbehandlung psychischer, somatoformer und psychosomatischer Anpassungs-, Regulations- und Verhaltensstörungen

Notfälle und Intensivmedizin:

  • Notfall- und intensivmedizinisch relevante Symptome, Krankheitsbilder und Differentialdiagnosen
  • Intensivmedizinische Basisbehandlung einschließlich endotrachealer Intubation sowie Punktionen von Körperhöhlen
  • Behandlung von Vergiftungen
  • Legen zentralvenöser Zugänge

Neonatologische Erkrankungen:

  • Erkrankungen und Komplikationen der Neonatalperiode
  • Primärversorgung und Reanimation von Früh- und Neugeborenen einschließlich der Basisbeatmungstechniken
  • Beurteilung der Reife von Früh- und Neugeborenen
  • Diagnostik und Therapie wesentlicher neonatologischer Krankheitsbilder einschließlich der Indikationsstellung zur weiterführenden Behandlung sowie der Einleitung von rehabilitativen Maßnahmen
  • Neurologische Beurteilung und Diagnostik bei Früh- und Neugeborenen
  • Ernährungsplanung bei Früh- und Neugeborenen einschließlich parenteraler Ernährung

Besondere Aspekte der Jugendmedizin:

  • Jugendspezifische Morbidität und Risikoverhalten sowie weiterführende Therapieoptionen im Erwachsenenalter
  • Erkennung und Einschätzung von Experimentierverhalten in Abgrenzung zu Risikoverhalten und Suizidalität einschließlich der Beratung
  • Spezifische jugendmedizinische Diagnostik
  • Prävention einschließlich Krankheitsfrüherkennungsuntersuchungen für Jugendliche
  • Notfallkontrazeption
  • Sexuell übertragbare Erkrankungen
  • Therapie und Beratung Jugendlicher und Heranwachsender unter Berücksichtigung des Rechts auf Entscheidung/Mitentscheidung und der Schweigepflicht
  • Normaler Ablauf und Varianten der pubertären Entwicklung der Geschlechter (biologisch/mental/psychosozial)
  • Bestimmung der Pubertätsstadien
  • Therapie und Begleitung von Jugendlichen mit chronischer, behindernder und prognostisch ungünstiger Erkrankung unter Berücksichtigung von Akzeptanz, Compliance und jugendaltersspezifischem Verhalten

Erkrankung des Respirationstraktes:

  • Erkrankungen der Atemwege und der Lunge
  • Diagnostik und Therapie häufiger pneumologischer Erkrankungen einschließlich der Indikationsstellung zur weiterführenden Behandlung
  • Mitbehandlung komplexer pneumologischer Erkrankungen
  • Durchführung und Befunderstellung von Lungenfunktionstests einschließlich Spirometrie und Fluss-Volumenkurve
  • Anleitung von Inhalationstechniken und Demonstration atemerleichternder Übungen

Allergien:

  • Grundlagen allergologischer Erkrankungen
  • Differentialdiagnostik atopischer Erkrankungen
  • Durchführung und Befunderstellung von Prick-Tests
  • Indikationsstellung und Befundinterpretation laborgestützter Diagnostik
  • Durchführung der spezifischen Immuntherapie
  • Therapie der Anaphylaxie gemäß Schweregrad einschließlich des anaphylaktischen Schocks

Infektionskrankheiten:

  • Infektiöse Erkrankungen
  • Diagnostik und Therapie von Infektionserkrankungen und Infektionen von Organsystemen einschließlich der Sepsis
  • Management bei therapieresistenten Erregern
  • Präventivmaßnahmen bei Infektionserkrankungen unter Berücksichtigung von Ansteckungsmodus, Inkubationszeit und Prodromi einschließlich der Isolationspflichtigkeit
  • Meldepflichten gemäß Infektionsschutzgesetz

Erkrankungen der endokrinen Organe/Diabetologie:

  • Endokrine Erkrankungen
  • Basisbehandlung endokriner Erkrankungen einschließlich der Indikationsstellung zur weiterführenden Behandlung
  • Behandlung des Diabetes mellitus
  • Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen
  • Diagnostik und konservative Therapie des Maldeszensus Testis
  • Mitbehandlung seltener oder komplexer endokrinologischer Erkrankungen
  • Metabolisches Syndrom

Erkrankungen des Verdauungstraktes:

  • Krankheiten der Verdauungsorgane
  • Diagnostik und Basistherapie von Patienten mit Erkrankungen der Verdauungsorgane, auch bei funktionellen Störungen einschließlich der Indikationsstellung zur weiterführenden Behandlung
  • Mitbehandlung komplexer gastroenterologischer Erkrankungen
  • Ernährungsberatung und Diätetik bei Erkrankungen des Verdauungstraktes

Hämatologische und onkologische Erkrankungen:

  • Hämatologische, onkologische und hämostaseologische Erkrankungen
  • Behandlung häufiger hämatologischer und hämostaseologischer Erkrankungen einschließlich der Indikationsstellung zur weiterführenden Behandlung
  • Mitbehandlung onkologischer, komplexer hämatologischer, und hämostaseologischer Erkrankungen
  • Management bei dauerhaften zentralvenösen Zugängen, z. B. Port, Hickman, Broviac

Primäre und sekundäre Immundefekte und Dysregulationen:

  • Angeborene und erworbene Störungen des Immunsystems
  • Mitbehandlung bei Immundefekten und Dysregulationen sowie unter Immunsuppression einschließlich der Indikationsstellung zur weiterführenden Behandlung

Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems:

  • Angeborene oder erworbene Erkrankungen des Herzens und des Kreislaufs
  • Erkennung abklärungsbedürftiger kardialer Symptome
  • Mitbehandlung kardiologischer Erkrankungen einschließlich der Indikationsstellung zur weiterführenden Behandlung

Erkrankungen der Nieren und der ableitenden Harnwege:

  • Akute und chronische Erkrankungen der Niere und der ableitenden Harnwege
  • Behandlung häufiger nephro-urologischer Erkrankungen einschließlich der Indikationsstellung zur weiterführenden Behandlung
  • Diagnostik und konservative Therapie von Miktionsstörungen und Inkontinenz
  • Mitbehandlung komplexer Erkrankungen der Nieren und der ableitenden Harnwege
  • Behandlung akuter Störungen des Wasser-, Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushaltes
  • Behandlung des Bluthochdrucks

Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems und des neuromuskulären Systems:

  • Neuropädiatrische Erkrankungen
  • Diagnostik und Therapie häufiger neuropädiatrischer Erkrankungen einschließlich der Indikationsstellung zur weiterführenden Behandlung
  • Mitbehandlung komplexer neuropädiatrischer Erkrankungen
  • Diagnostik und Therapie bei Gelegenheitsanfällen und des Krampfanfalls bei Fieber
  • Diagnostik und Therapie des Kopfschmerzes

Rheumatische Erkrankungen:

  • Entzündlich-rheumatische Systemerkrankungen
  • Indikationsstellung und Überwachung von Physiotherapie, Ergotherapie einschließlich der Hilfsmittelversorgung
  • Basisbehandlung von Patienten mit rheumatischen Erkrankungen und Systemerkrankungen einschließlich der Indikationsstellung zur weiterführenden Behandlung
  • Mitbehandlung komplexer rheumatischer Erkrankungen und Systemerkrankungen

Stoffwechselerkrankungen:

  • Angeborene Stoffwechselerkrankungen
  • Zielerkrankungen des Neugeborenenscreenings
  • Einleitung einer Notfalltherapie
  • Mitbehandlung angeborener Stoffwechselerkrankungen

Chirurgisch zu behandelnde Krankheitsbilder:

  • Chirurgische Krankheitsbilder, Fehlbildungen, Verletzungen und Verbrennungen einschließlich operativer und konservativer Therapieverfahren
  • Diagnostik von chirurgischen Krankheitsbildern, Einleitung der weiterführenden operativen Therapie sowie Weiterbehandlung

Erkrankungen der Haut:

  • Hauterkrankungen und Hautmanifestationen von Systemerkrankungen
  • Diagnostik und Therapie häufiger Hauterkrankungen
  • Mitbehandlung komplexer Hauterkrankungen

Erkrankungen des Bewegungsapparates:

  • Erkrankungen und Funktionseinschränkungen des Bewegungsapparates
  • Diagnostik und konservative Therapie von Erkrankungen und Funktionseinschränkungen des Bewegungsapparates

Prävention:

  • Organisation und Durchführung von primären bis tertiären Präventionsmaßnahmen
  • Spezifische Impfberatung auf Grundlage der STIKO-Empfehlungen
  • Früherkennungsuntersuchungen in den verschiedenen Altersstufen, davon
    • im Säuglingsalter (U2-U6)
    • im Kindesalter (U7-U9)
    • im Schul- sowie Jugendalter (z. B. J1)
  • Stoffwechselscreening bei Neugeborenen einschließlich Tracking
  • Neugeborenenhörscreening einschließlich Tracking
  • Prävention von System- und Organerkrankungen
  • Beratung bezüglich toxikologischer und umweltmedizinischer Faktoren
  • Beratung zur Unfallprävention

Diagnostische Verfahren:

  • Sonographie einschließlich Dopplertechnik
    • des Abdomens und des Retroperitoneums einschließlich Urogenitalorgane
    • der Nieren und ableitenden Harnwege
    • des Gehirns
    • der Gelenke und Weichteile
    • der Säuglingshüfte
    • der Schilddrüse
  • Punktions- und Katheterisierungstechniken einschließlich der Gewinnung von Untersuchungsmaterial
  • Indikationsstellung und Befundinterpretation bildgebender und funktioneller Verfahren sowie weiterer technischer Untersuchungsverfahren
  • Standardisierte Untersuchungen der Sprache und des Sprechens
  • Richtungsweisende Untersuchungen des Seh- und Hörvermögens mit standardisierten Methoden, z. B. Tonschwellenaudiometrie
  • Langzeit-Blutdruckmessung
  • Elektrokardiogramm
  • Elektroenzephalogramm

Weiterbildungszeit Facharzt Kinder- und Jugendmedizin

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Die Weiterbildungszeiten variieren von Bundesland zu Bundesland. Wir haben Dir hier die Weiterbildungszeiten aller Bundesländer zusammengefasst.

Die 60-monatige Fachausbildung Kinder- und Jugendmedizin gestaltet sich in Baden-Württemberg wie folgt:

  • 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen
  • bis zu 12 Monate können im Gebiet Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie oder Kinderchirurgie oder 6 Monate in anderen Gebieten angerechnet werden
  • bis zu 12 Monate können in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes angerechnet werden
  • bis zu 24 Monate können im ambulanten Bereich abgeleistet/angerechnet werden

Die 60-monatige Fachausbildung Kinder- und Jugendmedizin gestaltet sich in Bayern wie folgt:

  • 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen
  • bis zu 12 Monate können zum Kompetenzerwerb in anderen Gebieten erfolgen
  • bis zu 12 Monate können in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes angerechnet werden
  • bis zu 24 Monate können im ambulanten Bereich abgeleistet/angerechnet werden
Die 60-monatige Fachausbildung Kinder- und Jugendmedizin gestaltet sich in Berlin wie folgt:

  • 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen
  • bis zu 12 Monate können im Gebiet Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie oder Kinderchirurgie oder 6 Monate in anderen Gebieten angerechnet werden
  • bis zu 12 Monate können in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes angerechnet werden
  • bis zu 24 Monate können im ambulanten Bereich abgeleistet/angerechnet werden
Die 60-monatige Fachausbildung Kinder- und Jugendmedizin gestaltet sich in Brandenburg wie folgt:

  • 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen
  • bis zu 12 Monate können im Gebiet Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie oder Kinderchirurgie oder 6 Monate in anderen Gebieten angerechnet werden
  • bis zu 12 Monate können in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes angerechnet werden
  • bis zu 24 Monate können im ambulanten Bereich abgeleistet/angerechnet werden
Die 60-monatige Fachausbildung Kinder- und Jugendmedizin gestaltet sich in Bremen wie folgt:

  • 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen
  • bis zu 12 Monate können im Gebiet Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie oder Kinderchirurgie oder 6 Monate in anderen Gebieten angerechnet werden
  • bis zu 12 Monate können in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes angerechnet werden
  • bis zu 24 Monate können im ambulanten Bereich abgeleistet/angerechnet werden
Die 60-monatige Fachausbildung Kinder- und Jugendmedizin gestaltet sich in Hamburg wie folgt:

  • 6 Monate in der Intensivmedizin
  • bis zu 12 Monate können im Gebiet Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie oder Kinderchirurgie oder 6 Monate in anderen Gebieten angerechnet werden
  • bis zu 12 Monate können in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes angerechnet werden
  • bis zu 24 Monate können im ambulanten Bereich abgeleistet/angerechnet werden
Die 60-monatige Fachausbildung Kinder- und Jugendmedizin gestaltet sich in Hessen wie folgt:

  • 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen
  • bis zu 12 Monate können im Gebiet Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie oder Kinderchirurgie oder 6 Monate in anderen Gebieten angerechnet werden
  • bis zu 12 Monate können in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes angerechnet werden
  • bis zu 24 Monate können im ambulanten Bereich abgeleistet/angerechnet werden

Die 60-monatige Fachausbildung Kinder- und Jugendmedizin gestaltet sich in Mecklenburg-Vorpommern wie folgt:

  • 36 Monate Kinder- und Jugendmedizin in der stationären Akutversorgung, davon
    • 6 Monate in der intensivmedizinischen neonatologischen Versorgung
  • 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen
  • bis zu 12 Monate können im Gebiet Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie oder Kinderchirurgie
  • bis zu 6 Monate können in der rehabilitativen Versorgung von Kindern und Jugendlichen angerechnet werden
  • bis zu 3 Monate können bei dem Kinder- und Jugendärztlichen Dienst und/oder Sozialpsychiatrischen Dienst der Einrichtungen des Öffentlichen Gesundheitswesens angerechnet werden
  • bis zu 12 Monate können in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes angerechnet werden
  • bis zu 24 Monate können im ambulanten Bereich, davon können
    • 12 Monate in Sozialpädiatrischen Zentren abgeleistet/angerechnet werden
Die 60-monatige Fachausbildung Kinder- und Jugendmedizin gestaltet sich in Niedersachsen wie folgt:

  • 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen
  • bis zu 12 Monate können im Gebiet Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie oder Kinderchirurgie oder 6 Monate in anderen Gebieten angerechnet werden
  • bis zu 12 Monate können in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes angerechnet werden
  • bis zu 24 Monate können im ambulanten Bereich abgeleistet/angerechnet werden
Die 60-monatige Fachausbildung Kinder- und Jugendmedizin gestaltet sich in Nordrhein-Westfalen (Gebiet Nordrhein) wie folgt:

  • 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen
  • bis zu 12 Monate können im Gebiet Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie oder Kinderchirurgie oder 6 Monate in anderen Gebieten angerechnet werden
  • bis zu 12 Monate können in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes angerechnet werden
  • bis zu 24 Monate können im ambulanten Bereich abgeleistet/angerechnet werden
Die 60-monatige Fachausbildung Kinder- und Jugendmedizin gestaltet sich in Nordrhein-Westfalen (Gebiet Lippe) wie folgt:

  • 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen
  • bis zu 12 Monate können im Gebiet Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie oder Kinderchirurgie oder 6 Monate in anderen Gebieten angerechnet werden
  • bis zu 12 Monate können in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes angerechnet werden
  • bis zu 24 Monate können im ambulanten Bereich abgeleistet/angerechnet werden

Die 60-monatige Fachausbildung Kinder- und Jugendmedizin gestaltet sich in Rheinland-Pfalz wie folgt:

  • 6 Monate (maximal 12 Monate) in der intensivmedizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen
  • bis zu 12 Monate können im Gebiet Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie oder Kinderchirurgie oder 6 Monate in anderen Gebieten angerechnet werden
  • bis zu 12 Monate können in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes angerechnet werden
  • bis zu 24 Monate können im ambulanten Bereich abgeleistet/angerechnet werden
Die 60-monatige Fachausbildung Kinder- und Jugendmedizin gestaltet sich im Saarland wie folgt:

  • 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen
  • bis zu 12 Monate können im Gebiet Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie oder Kinderchirurgie oder 6 Monate in anderen Gebieten angerechnet werden
  • bis zu 12 Monate können in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes angerechnet werden
  • bis zu 24 Monate können im ambulanten Bereich abgeleistet/angerechnet werden
Die 60-monatige Fachausbildung Kinder- und Jugendmedizin gestaltet sich in Sachsen wie folgt:

  • 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen
  • bis zu 12 Monate können im Gebiet Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie oder Kinderchirurgie oder 6 Monate in anderen Gebieten angerechnet werden
  • bis zu 12 Monate können in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes angerechnet werden
  • bis zu 24 Monate können im ambulanten Bereich abgeleistet/angerechnet werden
Die 60-monatige Fachausbildung Kinder- und Jugendmedizin gestaltet sich in Sachsen-Anhalt wie folgt:

  • 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen
  • bis zu 12 Monate können im Gebiet Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie oder Kinderchirurgie oder 6 Monate in anderen Gebieten angerechnet werden
  • bis zu 12 Monate können in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes angerechnet werden
  • bis zu 24 Monate können im ambulanten Bereich abgeleistet/angerechnet werden
Die 60-monatige Fachausbildung Kinder- und Jugendmedizin gestaltet sich in Schleswig-Holstein wie folgt:

  • 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen
  • bis zu 12 Monate können im Gebiet Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie oder Kinderchirurgie oder 6 Monate in anderen Gebieten angerechnet werden
  • bis zu 12 Monate können in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes angerechnet werden
  • bis zu 24 Monate können im ambulanten Bereich abgeleistet/angerechnet werden
Die 60-monatige Fachausbildung Kinder- und Jugendmedizin gestaltet sich in Thüringen wie folgt:

  • 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen
  • bis zu 12 Monate können im Gebiet Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie oder Kinderchirurgie oder 6 Monate in anderen Gebieten angerechnet werden
  • bis zu 12 Monate können in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes angerechnet werden
  • bis zu 24 Monate können im ambulanten Bereich abgeleistet/angerechnet werden

Schwerpunkt Kinder- und Jugend-Hämatologie und -Onkologie

Nach dem Abschluss der regulären Weiterbildungszeit kann der Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin eine Schwerpunkt-Weiterbildung machen. Dabei kann er zwischen vier Schwerpunkt-Weiterbildungen wählen.

Für das Gebiet der Kinder-und Jugendmedizin ist einerseits eine Schwerpunkt-Weiterbildung im Bereich der Kinder- und Jugend-Hämatologie und Onkologie möglich. Diese dauert in allen Bundesländern 36 Monate.

Die Kinder und Jugend-Hämatologie und Onkologie ist ein Teilgebiet der Kinder- und Jugendmedizin und befasst sich mit der Diagnose und Behandlung von Krebs- und Blutkrankheiten.

Übergreifende Inhalte der Schwerpunkt-Weiterbildung Kinder- und Jugend-Hämatologie und -Onkologie:

  • Diagnostik bei hämatologisch-onkologischen Erkrankungen, Tumorerkrankungen und hämostaseologischen Erkrankungen unter Berücksichtigung immunologischer und (molekular-) genetischer Untersuchungsverfahren
  • Interdisziplinäre Indikationsstellung zu chirurgischen, strahlentherapeutischen und nuklearmedizinischen Therapieverfahren sowie deren prognostische Beurteilung
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit einschließlich regelmäßiger Teilnahme an interdisziplinären Tumorkonferenzen, davon
    • Falldarstellungen
  • Management multimodaler Therapiestudien
  • Aufklärung und situationsgerechte Kommunikation mit Patienten und Angehörigen einschließlich psychosozialer Aspekte bei lebensbedrohlichen oder fortgeschrittenen onkologischen und hämatologischen Erkrankungen

Hämatologisch-onkologische Erkrankungen und Tumorerkrankungen:

  • Weiterführende Diagnostik einschließlich Stadieneinteilung und konservative Therapie solider Tumoren
  • Vorbeugung, Diagnostik und Therapie angeborener und erworbener Blutgerinnungsstörungen einschließlich hämorrhagischer Diathesen und Beurteilung von Blutungs- und Thromboemboliegefährdung
  • Weiterführende Diagnostik und Therapie von benignen Erkrankungen des Blutes und der blutbildenden Organe
  • Weiterführende Diagnostik und Therapie von malignen Erkrankungen des Blutes und der blutbildenden Organe
  • Autologe und allogene Stammzelltransplantation
  • Indikationsstellung zur Stammzelltransplantation
  • Behandlung von bakteriellen, viralen und mykotischen Infektionen
  • Notfalltherapie, z. B. bei Tumorlyse, Einflussstauung, Intoxikation, Paravasat, Sepsis
  • Nachsorge und Einleitung von rehabilitativen Maßnahmen
  • Therapie von Rezidiven und Therapie-Folgeschäden

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren:

  • Punktionen und Biopsien des Knochenmarks
  • Zytologische Beurteilung von Ausstrich,- Tupf- oder Quetschpräparaten des Knochenmarks
  • Punktion des Liquorraums, auch mit intrathekaler oder intraventrikulärer Instillation chemotherapeutischer Medikamente
  • Sonographische Untersuchungen bei hämatologischen und onkologischen Erkrankungen
  • Transfusion von Blut und Blutbestandteilen
  • Spezielle palliativmedizinische Betreuung bei Patienten mit Systemerkrankungen und malignen Tumoren

Medikamentöse Tumortherapie und Supportivtherapie:

  • Pharmakologie und Wirkungsweise medikamentöser Tumortherapie
  • Indikationsstellung zur medikamentösen Tumortherapie unter Berücksichtigung von Komorbiditäten
  • Planung und Überwachung der medikamentösen Therapie bei Tumorerkrankungen des Fachgebietes einschließlich der Prävention, Erkennung und Behandlung spezifischer Nebenwirkungen von Tumortherapeutika
  • Medikamentöse Therapie bei Patienten mit Tumoren des Fachgebietes in Behandlungsfällen, davon
    • zytostatisch
    • zielgerichtet
    • immunmodulatorisch
    • antihormonell
  • Grundlagen der Supportivtherapie bei Tumorerkrankungen des Fachgebietes
  • Prophylaktische und interventionelle Supportivtherapie, insbesondere Antiemese, Ernährungsberatung und Diätetik einschließlich enteraler und parenteraler Ernährung, Infektionsprophylaxe und Therapie von Infektionen, Antikoagulation

Schwerpunkt Kinder-und Jugend-Kardiologie

Für das Gebiet der Kinder- und Jugendmedizin ist aber andererseits auch eine Schwerpunkt-Weiterbildung im Bereich der Kinder- und Jugend-Kardiologie möglich. Diese dauert ebenfalls in allen Bundesländern 36 Monate.

Die Kinder- und Jugend-Kardiologie ist ein Teilgebiet der Kinder- und Jugendmedizin und befasst sich mit der Diagnose und Behandlung von angeborenen Herzfehlern und kardiologischen Anomalien. 

Übergreifende Inhalte der Schwerpunkt-Weiterbildung Kinder- und Jugend-Kardiologie:

  • Beratung bei prä- und postoperativen Zuständen und ihre medikamentösen, operativen und katheterinterventionellen korrektiven bzw. palliativen Behandlungsmöglichkeiten einschließlich Herz- und Herz-Lungen-Transplantation unter Berücksichtigung ihrer kurz-, mittel- und langfristigen Auswirkungen, Risiken und Limitationen
  • Intrauterine Therapieoptionen und Prognose von fetalen kardiovaskulären Fehlbildungen und Arrhythmien
  • Primäre und sekundäre Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen einschließlich von Herzrhythmusstörungen
  • Diagnostik und Therapie angeborener kardiovaskulärer Fehlbildungen und Erkrankungen
  • Prävention, Diagnostik und Therapie erworbener kardiovaskulärer Erkrankungen
  • Prävention, Diagnostik und weiterführende Therapie der arteriellen Hypertonie
  • Diagnostik und Therapie der pulmonalarteriellen Hypertonie
  • Beurteilung und Testung kardio-pulmonaler und vaskulärer Funktionen
  • Diagnostik und weiterführende Therapie der Herzinsuffizienz
  • Differentialtherapie zur Antikoagulation bei kardiovaskulären Erkrankungen
  • Beratung zu Kontrazeption sowie Schwangerschaftsrisiken und -verlauf bei angeborenen und erworbenen Herzerkrankungen

Diagnostische Verfahren:

  • Ergometrie und Spiroergometrie
  • Auswertung und Interpretation 12-Kanal-EKG
  • Mitwirkung bei fetaler Echokardiographie
  • Indikationsstellung und Befundinterpretation von Röntgen-Thoraxuntersuchungen mit kardiovaskulärer Pathologie
  • Indikationsstellung und Befundinterpretation kardiovaskulärer Magnetresonanztomographie und Computertomographie
  • Durchführung und Befunderstellung von
    • transthorakalen Echokardiographien einschließlich dopplersonographischer Untersuchungen von thorakalen und herznahen Gefäßen
    • transösophagealen Echokardiographien
  • Stress-Echokardiographie und Echo-Kontrastuntersuchung
  • Interdisziplinäre Indikation zu nuklearmedizinischen Untersuchungen sowie Beurteilung ihrer diagnostischen Wertigkeit und Limitationen
  • Indikation, Durchführung und Befunderstellung von Rechts- und Linksherzkatheteruntersuchungen, auch mit Angiokardiographien
  • Mitwirkung bei Katheterinterventionen des Herzens

Herzrhythmusstörungen:

  • Schrittmacherfunktionen und -typen
  • Indikationsstellung zur Schrittmacher-Therapie, Schrittmacher-Abfrage und Schrittmacher-Programmierung
  • Mitwirkung bei Schrittmacherimplantationen epimyokardial, transvenös
  • Mitwirkung bei Schrittmacherkontrollen
  • Mitwirkung bei invasiven elektrophysiologischen Untersuchungen und interventionell ablativen Behandlungen
  • Indikationsstellung zur medikamentösen oder interventionell ablativen Behandlungen von Rhythmusstörungen
  • Langzeit-EKG einschließlich Event-Monitoring-Bewertung
  • Indikationsstellung und Durchführung apparativer antiarrhythmischer Therapie einschließlich mit Automatisiertem Externen Defibrillator (AED), davon
    • Kardioversionen/Defibrillationen
  • Diagnostik und Therapie von postoperativen Herzrhythmusstörungen

Postoperative Therapie:

  • Intensivmedizinische Behandlung im postoperativen Verlauf einschließlich maschineller Beatmung unter spezieller Berücksichtigung der hämodynamischen Situation sowie Beatmungsentwöhnung
  • Spezifische kardiovaskuläre Therapie
    • der dekompensierten akuten und chronischen Herzinsuffizienz
    • der systemischen Entzündungsreaktion (systemic inflammatory response syndrome)
    • postoperativer Hämostasestörungen

Strahlenschutz:

  • Grundlagen der Strahlenbiologie und Strahlenphysik bei der Anwendung ionisierender Strahlen am Menschen
  • Grundlagen des Strahlenschutzes beim Patienten und Personal einschließlich der Personalüberwachung und des baulichen und apparativen Strahlenschutzes
  • Voraussetzungen zur Erlangung der erforderlichen Fachkunden im gesetzlich geregelten Strahlenschutz

Schwerpunkt Neonatologie

Im Gebiet der Kinder- und Jugendmedizin kann man sich aber auch im Bereich Neonatologie spezialisieren. Hierzu ist eine Weiterbildung von erneuten 36 Monaten nötig.

Die Neonatologie befasst sich als weiteres Teilgebiet der Kinder- und Jugendmedizin mit den typischen Erkrankungen von Neugeborenen und mit der Behandlung von Frühgeborenen. Das Gebiet ist eng mit der Pädiatrischen Intensivmedizin verbunden.

Übergreifende Inhalte der Schwerpunkt-Weiterbildung Neonatologie:

  • Bewertung von Screeningbefunden und Einleitung adäquater Maßnahmen
  • Auswirkungen der Pharmakotherapie bei Schwangeren auf das Ungeborene und Neugeborene
  • Teilnahme an Perinatalkonferenzen
  • Mitwirkung an der pränatalen Beratung bei erwarteter Morbidität
  • Erstversorgung von Früh- und Neugeborenen jeden Gestationsalters
  • Gesprächsführung in Bezug auf spezielle Fragestellungen der Neonatologie mit Eltern und im Team, z. B. Aussichtslosigkeit von Therapiemaßnahmen, Therapiezieländerung
  • Palliativmedizinische Betreuung von Frühgeborenen und Reifgeborenen
  • Sterbebegleitung in der Neonatologie

Neonatologische Notfälle:

  • Erstversorgung im Kreißsaal von Neugeborenen und Frühgeborenen mit vitaler Bedrohung, davon
    • Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht < 1.500 g

Postnatale Adaptation und Störungen der Kreislaufumstellung:

  • Durchführung der Hypothermie-Therapie des asphyktischen Neugeborenen
  • Diagnostik, Überwachung und Therapie von Störungen der Adaptation und Kreislaufumstellung

Störungen der Sauerstoffaufnahme und des Sauerstofftransportes:

  • Indikationsstellung und Befundinterpretation von Röntgenuntersuchungen im Kontext spezieller neonatologischer Krankheitsbilder und Fragestellungen
  • Diagnostik und Therapie von Störungen der Sauerstoffaufnahme und des Sauerstofftransportes
  • Differenzierte Beatmungstechniken und -entwöhnung einschließlich Surfactantapplikation bei invasiv beatmeten Neugeborenen

Infektionen:

  • Krankenhaushygienische Maßnahmen unter besonderer Berücksichtigung der Spezifika bei unreifen Frühgeborenen und auf der neonatologischen Intensivstation
  • Diagnostik, Therapie und Prophylaxe von Infektionen im Früh- und Neugeborenenalter

Neonatologische Krankheitsbilder:

  • Prophylaxe, Diagnostik und Therapie komplexer neonatologischer Krankheitsbilder, davon
    • bei Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht < 1.500 g
  • Pharmakotherapie bei Früh- und Neugeborenen
  • Berechnung enteraler und parenteraler Ernährung einschließlich der Berücksichtigung der Besonderheiten des Knochenstoffwechsels

Intensivmedizinische Maßnahmen:

  • Bildgebende Diagnostik auf der neonatologischen Intensivstation unter besonderer Berücksichtigung der spezifischen Erkrankungen sehr unreifer Frühgeborener
  • Sonographie und Dopplersonographie bei neonatologischen Krankheitsbildern auf der Intensivstation und bei unreifen Frühgeborenen
  • Durchführung intensivmedizinischer Messverfahren und Maßnahmen einschließlich der Beherrschung von Komplikationen
  • Intubation oder intratracheale Surfactantapplikation, davon
    • bei Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht < 1.500 g
  • Zentrale Venenkatheter einschließlich Nabelgefäßkatheter
  • Pleuradrainage
  • Arterienkatheter
  • Periphere Venenkatheter
  • Durchführung und Befunderstellung des amplitudenintegrierten Elektroenzephalogramm (aEEG)
  • Durchführung und Befunderstellung von funktionellen Echokardiographien

Transportbegleitung, Entlassungsmanagement und Nachsorge:

  • Durchführung von Transporten kranker Reifgeborener und sehr unreifer Frühgeborener
  • Entlassungsmanagement und Nachsorge
  • Organisation von Netzwerken zur Unterstützung von Familien, sozialmedizinische Nachsorge, Nachbetreuung in sozialpädiatrischen Zentren und Frühfördereinrichtungen, Familienhebamme
  • Bewertung von Ergebnissen entwicklungsneurologischer Diagnostik hinsichtlich der Langzeitprognose, speziell nach schweren Erkrankungen während der Neonatalzeit und bei unreifen Frühgeborenen

Schwerpunkt Neuropädiatrie

Im vierten Spezialisierungsbereich im Gebiet der Kinder- und Jugendmedizin, der Neuropädiatrie, ist nach der regulären Weiterbildung noch eine Schwerpunkt-Weiterbildung von 36 Monaten nötig.

Die Neuropädiatrie befasst sich als weiteres Teilgebiet der Kinder- und Jugendmedizin mit der körperlichen und geistigen Entwicklung des Nervensystems, also Erkrankungen an Gehirn, Rückenmark, Nerven und Muskeln.

Übergreifende Inhalte der Schwerpunkt-Weiterbildung Neuropädiatrie:

  • Richtlinie zur Feststellung des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls
  • Diagnostik angeborener Störungen der Motorik und der Sinnesfunktionen sowie assoziierter Erkrankungen
  • Prävention, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation von Erkrankungen des zentralen, peripheren und vegetativen Nervensystems, der Muskulatur und bei Entwicklungsstörungen
  • Weiterführende Behandlung von Schmerzerkrankungen, insbesondere Kopfschmerzerkrankungen
  • Basisbehandlung palliativmedizinisch zu versorgender Patienten

Neuropädiatrische Intensivmedizin:

  • Stadieneinteilung und Verlauf zerebraler Vigilanzstörungen und intrakranieller Drucksteigerung
  • Neurologische und neurophysiologische Beurteilung intensivmedizinisch betreuter Kinder und Jugendlicher
  • Durchführung des Verfahrens zur Feststellung des endgültigen, nicht behebbaren Ausfalls der Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms gemeinsam mit einem hierfür qualifizierten Facharzt

Neuropädiatrische Erkrankungen:

  • Neuroradiologische und neurochirurgische Interventionsverfahren
  • Weiterführende Diagnostik und Therapie angeborener Erkrankungen und Fehlbildungen des Zentralnervensystems und des peripheren Nervensystems
  • Weiterführende Diagnostik und Therapie infektiöser und autoimmunologischer Erkrankungen des Zentralnervensystems und des peripheren Nervensystems
  • Weiterführende Diagnostik und Therapie neurometabolischer und degenerativer Erkrankungen
  • Weiterführende Diagnostik und Therapie vaskulärer Erkrankungen des Zentralnervensystems und des peripheren Nervensystems
  • Weiterführende Diagnostik und Therapie zerebraler Krampfanfälle und Epilepsien
  • Weiterführende Diagnostik und Therapie neuromuskulärer und muskulärer Erkrankungen

Hypoxämie bedingte traumatische und toxische Erkrankungen:

  • Behandlung zerebraler Verletzungsmuster einschließlich non-akzidenteller Muster, insbesondere beim Schütteltrauma
  • Weiterführende Diagnostik und Therapie hypoxämisch bedingter traumatischer und toxischer Erkrankungen des Zentralnervensystems und des peripheren Nervensystems

Tumore des Nervensystems:

  • Interdisziplinäre Diagnostik, Nachsorge und Rehabilitation von Tumoren des Nervensystems

Entwicklungsstörungen:

  • Weiterführende Diagnostik und Therapie von Entwicklungsstörungen

Neurorehabilitation:

  • Einordnung, Beurteilung und Beratung von Behinderungen und ihren psychosozialen Folgen einschließlich der Definition von Rehabilitationszielen und Fördermaßnahmen

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren:

  • Elektroenzephalogramm einschließlich amplitudenintegriertem EEG
  • Mitwirkung bei Polygraphie und neurophysiologischen Untersuchungen, insbesondere Elektromyographie, Elektroneurographie, visuell, somatosensibel, motorisch und akustisch evozierte Potenziale
  • Sonographie des zentralen und peripheren Nervensystems und der Muskulatur
  • Indikationsstellung und Befundinterpretation radiologischer Untersuchungen, insbesondere Computertomographie und Magnetresonanztomographie

Facharzt Kinder- und Jugendmedizin Gehalt 

Das Einstiegsgehalt als Assistenzarzt für Kinder- und Jugendmedizin liegt im ersten Jahr bei 4.600 Euro brutto pro Monat. Dein Assistenzarztgehalt steigt jährlich. Nach 5 Jahren in Deiner Weiterbildung zum Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin verdienst Du 5.900 Euro brutto pro Monat.

Das Bruttojahresgehalt eines Facharztes im Bereich Kinder- und Jugendmedizin beträgt bis zu 92.000 Euro.

Das Gehalt als Kinder- und Jugendmedizin ist abhängig von geltenden Tarifverträgen. Die verbreitetsten Tarifverträge sind der TV-Ärzte VKA für kommunale Krankenhäuser und der Tarifvertrag der Unikliniken, TV Ärzte TdL.

In diesen ist die Gehaltsentwicklung fest definiert. Auch einige private Klinikkonzerne wie etwa SRH oder Helios haben bundesweit geltende Tarifverträge.

Außerhalb geltender Tarifverträge verdienen ÄrztInnen unterschiedlicher Erfahrungsstufen und Fachbereiche unterschiedlich viel Gehalt.

Als Vertretungsarzt ist man jedoch generell an keine Tarifverträge gebunden. Hier sind weit höhere Gehältern als in Festanstellung möglich und man hat häufig eine bessere Work-Life-Balance.

Facharztausbildung Kinder- und Jugendmedizin Logbuch

Das Logbuch ist ein verpflichtender Bestandteil der Facharztausbildung – auch für den Facharzt Kinder- und Jugendmedizin.

Wenn alle Inhalte der Weiterbildung durchlaufen wurden, wird das ausgefüllte und unterschriebene Logbuch an die zuständige Ärztekammer geschickt.

Es gibt Aufschluss über alle Inhalte und Kenntnisse, die im Rahmen der Facharztausbildung vermittelt wurden.

Zum Musterlogbuch der Bundesärztekammer geht es hier.

Die Facharztprüfung im Gebiet Kinder- und Jugendmedizin

Für die Anmeldung zur Facharztprüfung Kinder- und Jugendmedizin zum Ende der Assistenzzeit müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein:

  • die Mindestweiterbildungszeiten
  • alle zu absolvierenden Weiterbildungsinhalte
  • ein vorliegendes Facharztzeugnis

Die ersten zwei Voraussetzungen werden durch das Logbuch dokumentiert.

Mit dem Facharztzeugnis wird durch den ausbildenden Arzt die Facharztreife des Assistenzarztes bescheinigt.

Der ausbildende Arzt bezieht dabei Stellung zu den Fähigkeiten und Kenntnissen aber auch zur fachlichen und persönlichen Eignung des Facharztkandidaten.

Nach der Anmeldung mit allen erforderlichen Dokumenten bei der zuständigen Landesärztekammer erhält der Facharztkandidat einen Prüfungstermin mit Datum, Ort und Uhrzeit der Prüfung.

Die Prüfung dauert zwischen 30 und 45 Minuten und wird von einem Prüfungskomitee von meist drei Ärzten abgenommen. Für die Prüfung bekommt man keine Note. Sie gilt lediglich als „bestanden“ oder „nicht bestanden“.

Nach der bestandenen Prüfung erhält der frisch gebackene Facharzt vom Prüfungsvorsitzenden die Facharzturkunde, das Fachdiplom. Der Arzt ist nun berechtigt, als Vertragsarzt zu arbeiten.

Passt die Weiterbildung wirklich zu mir? 

Es ist sehr wichtig, dass die von Dir gewählte Weiterbildung auch wirklich zu Deinen privaten und beruflichen Zielen passt.

Nur so kannst Du langfristig glücklich und vor allem gesund Arzt sein.

Wir haben Dir hier eine Auswahl zu hilfreichen Artikeln zusammengestellt.

Darunter unsere Studie zum Zusammenhang von Deiner Persönlichkeit und Deiner Zufriedenheit mit der Wahl des Fachbereichs.

Stellenangebote Kinder- und Jugendmedizin

Du willst eine Stelle, die ideal zu Deinen Weiterbildungszielen als Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin passt?

Unser Team aus Ärzten und medizinischen Experten findet anhand Deiner beruflichen & privaten Ziele die ideale Stelle für Deine Bedürfnisse.

Wir erstellen Dir professionelle Bewerbungsunterlagen, bewerben Dich bei allen passenden Stellen, koordinieren den gesamten Interview- und Einstellungsprozess für Dich und helfen Dir z.B. auch bei der Wohnungs- & Kitasuche.

Der gesamte Service ist für Dich 100 % kostenfrei.

Melde Dich dazu lediglich bei Viantro, der Plattform von Ärzten für Ärzte an.

    1. Kostenloses anmelden
    2. Deine Prioritäten detailliert klären
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Viantro Deine Karriereplattform für Deinen Weg als Arzt

Die Karriereplattform von Ärzten für Ärzte

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Kim Kernbichler, Arzt sowie Gründer & Geschäftsführer von Viantro

Deine Viantro-Vorteile

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  • Karrieregespräch mit medizinischen Experten
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Ärzte über Viantro

Ich möchte mich bei allen Viantro-Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit herzlich bedanken. Ich wurde professionell und kompetent beraten und fühlte mich bei jedem Schritt sehr gut bei Viantro aufgehoben. Vielen Dank dafür!

Athanasios Stafylas – Allgemeine & Innere Medizin

Vielen Dank, dass Sie uns hinsichtlich der Unterlagen für Herrn K. sowie bei der Wohnungssuche Ihre Unterstützung anbieten. Auch wir bedanken uns für die super gute und reibungslose Zusammenarbeit. Ich erlebe mit einer anderen Agentur seit einem Jahr das komplette Gegenteil. Da schätze ich doch die Zusammenarbeit mit Profis!

F. R. – Abteilungsleitung Personalwesen

Nachdem ich meine Unterlagen an Viantro gesendet habe, hat das Team alles für mich aufbereitet und mich allen zu meinen Vorgaben und Wünschen passenden Kliniken vorgestellt. Mit meiner neuen Position als Unfallchirurg bin ich sehr zufrieden.

Luca Christiano – Unfallchirurgie

Seit einem halben Jahr arbeite ich dank Viantro als Assistenzärztin für Chirurgie. Vom ersten Kontakt bis zur Vertragsunterschrift waren die persönlichen Ansprechpartner von Viantro immer für mich da.
Ich bin sehr zufrieden und kann Viantro nur allen Ärzten weiterempfehlen.
Danke Viantro für so eine tolle Leistung.

Berline Freeman – Chirurgie

Als frisch approbierter ausländischer Arzt habe ich viele Bewerbungen geschrieben, ohne eine Stelle zu bekommen. Viantro hat ein Krankenhaus gefunden, das genau zu meiner angestrebten Weiterbildung passt und ich wurde direkt dort eingestellt. 
Das Viantro-Team war sehr freundlich und hat mir auch bei der Bürokratie wirklich sehr gut und menschlich weitergeholfen.

Kevin Kuan – Innere Medizin Gastroenterologie

So funktioniert Viantro