Alles was man wissen muss, um Facharzt für Allgemeinmedizin zu werden

Wie werde ich zum Facharzt für Allgemeinmedizin?

Lesedauer: 5 min.

Spielst Du mit dem Gedanken, Deinen Facharzt im Gebiet der Allgemeinmedizin zu absolvieren?

In diesem Artikel findest Du alle relevanten Informationen für Deinen Weg als Facharzt für Allgemeinmedizin.

Du erhältst einen Überblick über das Tätigkeitsfeld, die Unterschiede der Weiterbildungsordnungen der einzelnen Ärztekammern sowie das Gehalt als Facharzt für Allgemeinmedizin.

Gerne beraten wir Dich individuell, ob die Weiterbildung zu Dir passt und welche Stellen für Deine Weiterbildungsziele zur Verfügung stehen.

Inhaltsverzeichnis

  • Gehalt

  • Logbuch

  • Facharztprüfung

  • Passt die Weiterbildung zu mir?

  • Stellenangebote Allgemeinmedizin

Überblick Facharztausbildung Allgemeinmedizin

Erster Ansprechpartner und Allrounder – der Facharzt Allgemeinmedizin

Das Gebiet der Allgemeinmedizin befasst sich mit der Grundversorgung körperlicher und seelischer Gesundheitsstörungen. Der Facharzt hat durch seine Weiterbildung ein sehr breites Spektrum an Inhalten erlernt, sodass er viele Krankheiten diagnostizieren kann.

Er dient aber auch als Schnittstelle zu anderen Fachbereichen, organisiert die sektorenübergreifende Versorgungskoordination und Integration mit anderen Arztgruppen und Fachberufen im Gesundheitswesen.

Der Facharzt für Allgemeinmedizin befasst sich mit der Akut-, Langzeit- und Notfallversorgung von Patienten jeden Alters sowie der Gesundheitsförderung, Prävention, Rehabilitation und der Versorgung in der Palliativsituation. Dabei berücksichtigt er die somatischen, psycho-sozialen, soziokulturellen und ökologischen Aspekte.

Viele Allgemeinmediziner lassen sich mit einer eigenen Praxis nieder. Durch die Kennung der sozialen Gemeinschaft und des häuslichen Umfelds des Patienten, kann ein Vertrauensverhältnis noch besser aufgebaut werden. Das hilft auch im Fallverständnis und der Behandlung.

Die Weiterbildungs-Voraussetzungen zum Facharzt Allgemeinmedizin

Um die Weiterbildung im Bereich der Allgemeinmedizin beginnen zu können, muss ein abgeschlossenes Medizinstudium vorliegen.

Mit dem Erhalt der Approbation beginnt die Zeit als Assistenzarzt, in der wir uns in einem Teilbereich der Medizin weiterbilden und spezialisieren.

Wir absolvieren unsere Facharztausbildung – zum Beispiel im Gebiet der Allgemeinmedizin. Am Ende dieser mehrjährigen Ausbildung erlangt man den Facharzttitel.

Weiterbildungsinhalte Allgemeinmedizin

Übergreifende Inhalte der Facharzt-Weiterbildung Allgemeinmedizin:

  • Wesentliche Gesetze, Verordnungen und Richtlinien
  • Mehrdimensionalität des allgemeinmedizinischen Handelns und der biopsychosozialen Langzeitbetreuung mit Anwendung des hermeneutischen Fallverständnisses unter Berücksichtigung des Krankheitsverständnisses des Patienten
  • Anwendung der allgemeinmedizinischen Arbeitsmethodik des abwartenden Offenhaltens und der Vermeidung abwendbar gefährlicher Verläufe
    • Hausbesuche
  • Interdisziplinäre Koordination, insbesondere bei multimorbiden Patienten einschließlich der Indikationsstellung zur häuslichen Krankenpflege, Einbeziehung weiterer ärztlicher, pflegerischer, therapeutischer und sozialer Hilfen in Behandlungs- und Betreuungskonzepte
  • Bewertung der Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit, der Arbeitsfähigkeit, der Berufs- und Erwerbsfähigkeit sowie der Pflegebedürftigkeit
  • Hereditäre Krankheitsbilder
  • Indikationsstellung für eine humangenetische Beratung
  • Erkennung, Beurteilung und Behandlung der Auswirkungen von durch Umwelt und Milieu bedingten Schäden einschließlich Arbeitsplatzeinflüssen
  • Erkennung von Suchtkrankheiten und Einleitung von weiterführenden Maßnahmen
  • Durchführung der ärztlichen Leichenschau

Notfälle:

  • Lebensrettende Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen und Wiederbelebung, welche durch Simulation ersetzt werden können
  • Teilnahme am ärztlichen Bereitschaftsdienst

Krankheiten und Beratungsanlässe:

  • Umgang mit den häufigsten Beratungsanlässen im unausgelesenen Patientenkollektiv einschließlich Langzeitversorgung und der hausärztlichen Behandlung von
    • nichtinfektiösen, infektiösen, toxischen und neoplastischen sowie von allergischen, immunologischen, metabolischen, ernährungsabhängigen und degenerativen Erkrankungen einschließlich diätetischer Behandlung sowie Beratung und Schulung
      • insbesondere Langzeitversorgung von Patienten mit Diabetes mellitus, davon
        • Patienten mit Insulintherapie
    • Erkrankungen der Stütz- und Bewegungsorgane unter besonderer Berücksichtigung funktioneller Behinderungen
    • Erkrankungen der Haut
      • insbesondere Langzeitversorgung von Patienten mit chronischen Wunden
    • Erkrankungen von Hals, Nasen und Ohren
    • Erkrankungen des Auges
    • psychischen und neurologischen Erkrankungen
      • insbesondere Langzeitversorgung von Patienten mit Depressionen und Angststörungen einschließlich der
        Krisenintervention
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • insbesondere Langzeitversorgung von Patienten mit chronischen Erkrankungen des Magen-Darmtrakts
    • Erkrankungen des Herzkreislaufsystems einschließlich Lunge
      • insbesondere Langzeitversorgung von Patienten mit koronarer Herzkrankheit
      • insbesondere Langzeitversorgung von Patienten mit Hypertonie
      • insbesondere Langzeitversorgung von Patienten mit COPD/Asthma
    • Erkrankungen des Urogenitaltrakts einschließlich der Niere
    • Erkrankungen des Endokrinums und Stoffwechsels
    • Erkrankungen des Blutes und der Blutgerinnung
    • Blutgerinnungsmanagement
    • sexualmedizinische Beratungsanlässe
    • Beratung zur Familienplanung
    • akute und/oder chronische Schmerzzustände
      • insbesondere Langzeitversorgung von Patienten mit chronischen Schmerzen einschließlich der Behandlung mit Opioiden

Funktionelle Störungen:

  • Erkennung und Behandlung psychosomatischer Krankheitsbilder, insbesondere
    • psychosomatische Interventionen

Besondere Patientengruppen:

  • Behandlung und Koordination der Beratungsanlässe des Kindes- und Jugendalters
    • Behandlung von akut erkrankten Kindern/Jugendlichen
  • Erkennung und ggf. Behandlung von Verhaltensauffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter
  • Behandlung von Patienten mit Erkrankungen und Behinderungen des höheren Lebensalters, geriatrischer Krankheitsbilder und Funktionsstörungen unter Berücksichtigung von Aspekten der Multimorbidität einschließlich Erstellung und Durchführung eines Hilfeplans zum Erhalt der Selbständigkeit und Autonomie, auch
    unter Einbeziehung eines multiprofessionellen Teams, Anpassung des Wohnumfeldes sowie Angehörigen- und Sozialberatung, davon

    • Behandlung von Patienten mit chronischer Pflegebedürftigkeit in ihrer Häuslichkeit
  • Betreuung palliativmedizinisch zu versorgender Patienten einschließlich Sterbebegleitung
  • Onkologische Krankheitsbilder
  • Beratung bezüglich eines kurativen oder palliativen Therapieansatzes bei Tumorerkrankungen unter Einbeziehung des Patienten, seiner Angehörigen und mitbehandelnden Ärzte

Prävention und Rehabilitation:

  • Gesundheitsberatung, Früherkennung und Vorsorge von Gesundheitsstörungen einschließlich Gewalt- und Suchtprävention, insbesondere
    • spezifische Impfberatung auf Grundlage der STIKO-Empfehlungen
    • Durchführung von kardiovaskulären Risikobestimmungen
    • Beratungen zur Krebsfrüherkennung
  • Beratung zu sozialen und pflegerischen Hilfen
  • Indikationsstellung, Verordnung und Einleitung rehabilitativer Maßnahmen einschließlich geriatrischer Frührehabilitation sowie der Nachsorge

Diagnostische Verfahren:

  • Relevante diagnostische Verfahren
  • Indikationsstellung, Einschätzung der Dringlichkeit apparativer Diagnostik einschließlich der Befundinterpretation
  • Elektrokardiogramm
  • Ergometrie
  • Langzeit-EKG
  • Langzeitblutdruckmessung
  • Spirometrie
  • Ultraschalluntersuchungen des Abdomens und Retroperitoneums einschließlich Urogenitalorgane im Rahmen der Erst- und Verlaufsdiagnostik
  • Ultraschalluntersuchungen der Schilddrüse im Rahmen der Erst- und Verlaufsdiagnostik
  • Punktions- und Katheterisierungstechniken einschließlich der Gewinnung von Untersuchungsmaterial
  • Otoskopie
  • Richtungsweisende Hör- und Sehprüfung
  • Durchführung und Interpretation standardisierter Testverfahren einschließlich Fragebögen, insbesondere zur Depressionsdiagnostik und zu geriatrischen Fragestellungen

Therapeutische Verfahren:

  • Chemo- und Strahlentherapie
  • Transfusions- und Blutersatztherapie
  • Komplementärmedizinische Verfahren
  • Indikationsstellung, Verordnung und Überwachung der medikamentösen Therapie unter Beachtung der Neben- und Wechselwirkungen und besonderer Berücksichtigung der Aspekte Multimorbidität, Alter, Polypharmazie, Adhärenz und Evidenz
  • Indikationsstellung und Verordnung von Psychotherapie einschließlich Verlaufsbeobachtung
  • Infusionstherapie und parenterale Ernährung
  • Wundversorgung und Wundbehandlung, Inzision, Extraktion, Exstirpation und Probeexzision auch unter Anwendung der Lokal- und peripheren Leitungsanästhesie
  • Anlage von Orthesen und Schienen

Weiterbildungszeit Facharzt Allgemeinmedizin

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Die Weiterbildungszeiten variieren von Bundesland zu Bundesland. Wir haben Dir hier die Weiterbildungszeiten aller Bundesländer zusammengefasst.

Die 60-monatige Fachausbildung Allgemeinmedizin gestaltet sich in Baden-Württemberg wie folgt:

  • 36 Monate in der stationären Basisweiterbildung im Gebiet Innere Medizin, davon können bis zu
    • 18 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung auch im ambulanten Bereich angerechnet werden
  • 24 Monate Weiterbildung in der ambulanten hausärztlichen Versorgung, davon können bis zu
    • 6 Monate in Chirurgie angerechnet werden
  • 80 Stunden Kurs-Weiterbildung in Psychosomatische Grundversorgung

Die 60-monatige Fachausbildung Allgemeinmedizin gestaltet sich in Bayern wie folgt:

  • 24 Monate in Allgemeinmedizin in der ambulanten hausärztlichen Versorgung
  • 12 Monate im Gebiet Innere Medizin in der stationären Akutversorgung
  • 6 Monate in mindestens einem anderen Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung
  • können zum Kompetenzerwerb bis zu 18 Monate Weiterbildung in Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung erfolgen
  • 80 Stunden Kurs-Weiterbildung in Psychosomatische Grundversorgung

Die 60-monatige Fachausbildung Allgemeinmedizin gestaltet sich in Berlin wie folgt:

  • 18 Monate in Allgemeinmedizin in der ambulanten hausärztlichen Versorgung, davon können bis zu
    • 6 Monate in der hausärztlich internistischen Versorgung angerechnet werden
  • 12 Monate im Gebiet Innere Medizin, davon mindestens
    • 6 Monate in der stationären internistischen Patientenversorgung
  • 6 Monate Kinder- und Jugendmedizin oder 6 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung und Teilnahme an einem Kurs in der Kinder- und Jugendmedizin
  • 6 Monate Chirurgie (ambulant oder stationär)
  • 6 Monate Orthopädie und Unfallchirurgie
  • 80 Stunden Kurs-Weiterbildung in Psychosomatische Grundversorgung
  • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung (Dreimonatsabschnitte sind anrechenbar)
    • 3 Monate Anästhesiologie obligat, die durch die Teilnahme an einem Kurs ersetzt werden können

Innerhalb dieses Weiterbildungsabschnittes ist die zeitweise Hospitation an einer anderen Weiterbildungsstätte der unmittelbaren Patientenversorgung zu Weiterbildungszwecken möglich.

Die 60-monatige Fachausbildung Allgemeinmedizin gestaltet sich in Brandenburg wie folgt:

  • 36 Monate in der stationären Basisweiterbildung im Gebiet Innere Medizin, davon können bis zu
    • 18 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung (auch 3 Monatsabschnitte) auch im ambulanten Bereich angerechnet werden
    • von diesen 18 Monaten können auch 3 Monate im Öffentlichen Gesundheitswesen angerechnet werden
  • 18 Monate Weiterbildung in der ambulanten hausärztlichen Versorgung
  • 6 Monate in Chirurgie (auch 3-Monats-Abschnitte) stationär oder ambulant möglich
  • 80 Stunden Kurs-Weiterbildung in Psychosomatische Grundversorgung

Die 60-monatige Fachausbildung Allgemeinmedizin gestaltet sich in Bremen wie folgt:

  • 36 Monate in der stationären Basisweiterbildung im Gebiet Innere Medizin, davon können bis zu
    • 18 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung (auch 3 Monatsabschnitte) auch im ambulanten Bereich angerechnet werden
  • 24 Monate Weiterbildung in der ambulanten hausärztlichen Versorgung davon können bis zu
    • 6 Monate in Chirurgie (auch 3-Monats-Abschnitte) angerechnet werden
  • 80 Stunden Kurs-Weiterbildung in Psychosomatische Grundversorgung
Die 60-monatige Fachausbildung Allgemeinmedizin gestaltet sich in Hamburg wie folgt:

  • 36 Monate in der stationären Basisweiterbildung im Gebiet Innere Medizin, davon können bis zu
    • 18 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung (auch 3 Monatsabschnitte) auch im ambulanten Bereich angerechnet werden
  • 24 Monate Weiterbildung in der ambulanten hausärztlichen Versorgung davon können bis zu
    • 6 Monate in Chirurgie (auch 3-Monats-Abschnitte) angerechnet werden
  • 80 Stunden Kurs-Weiterbildung in Psychosomatische Grundversorgung

Die 60-monatige Fachausbildung Allgemeinmedizin gestaltet sich in Hessen wie folgt:

  • 24 Monate in Allgemeinmedizin in der ambulanten hausärztlichen Versorgung
  • 12 Monate im Gebiet Innere Medizin in der stationären Akutversorgung
  • 6 Monate in mindestens einem anderen Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung
  • können zum Kompetenzerwerb bis zu 18 Monate Weiterbildung in Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung erfolgen
  • 80 Stunden Kurs-Weiterbildung in Psychosomatische Grundversorgung

Die 60-monatige Fachausbildung Allgemeinmedizin gestaltet sich in Mecklenburg-Vorpommern wie folgt:

  • 12 Monate Innere Medizin im Akutkrankenhaus
  • 6 Monate Chirurgie
  • 6 Monate Kinder- und Jugendmedizin
  • 3 Monate Orthopädie/ Physikalische und Rehabilitative Medizin
  • 3 Monate Anästhesiologie oder in der Notaufnahme oder in der Rettungsstelle
  • 18 Monate in Allgemeinmedizin
  • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung und in Einrichtungen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes.
    • Weiterbildungsabschnitte von unter sechs Monaten sind anrechenbar; innerhalb dieses Weiterbildungsabschnittes ist die zeitweise Hospitation an einer anderen Weiterbildungsstätte der unmittelbaren Patientenversorgung zu Weiterbildungszwecken möglich
  • 80 Stunden Kurs-Weiterbildung in Psychosomatische Grundversorgung

Mindestens 24 Monate der insgesamt 60-monatigen Mindestweiterbildungszeit sind im Stationsdienst abzuleisten.

Die Weiterbildungsabschnitte Innere Medizin, Kinder- und Jugendmedizin, Chirurgie und Anästhesiologie sind der übrigen Weiterbildung grundsätzlich zeitlich voranzustellen.

Die 60-monatige Fachausbildung Allgemeinmedizin gestaltet sich in Niedersachsen wie folgt:

  • 36 Monate in der stationären Basisweiterbildung im Gebiet Innere Medizin, davon können bis zu
    • 18 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung (auch 3 Monatsabschnitte) auch im ambulanten Bereich angerechnet werden
  • 24 Monate Weiterbildung in der ambulanten hausärztlichen Versorgung davon können bis zu
    • 6 Monate in Chirurgie (auch 3-Monats-Abschnitte) angerechnet werden
  • 80 Stunden Kurs-Weiterbildung in Psychosomatische Grundversorgung

Die 60-monatige Fachausbildung Allgemeinmedizin gestaltet sich in Nordrhein-Westfalen (Gebiet Nordrhein) wie folgt:

  • 36 Monate in der stationären Basisweiterbildung im Gebiet Innere Medizin, davon können bis zu
    • 18 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung (auch 3 Monatsabschnitte) auch im ambulanten Bereich angerechnet werden
    • Dabei sind maximal 12 Monate aus einem Gebiet anrechenbar
  • 24 Monate Weiterbildung in der ambulanten hausärztlichen Versorgung davon können bis zu
    • 6 Monate in Chirurgie (auch 3-Monats-Abschnitte) angerechnet werden
  • 80 Stunden Kurs-Weiterbildung in Psychosomatische Grundversorgung

Die 60-monatige Fachausbildung Allgemeinmedizin gestaltet sich in Nordrhein-Westfalen (Gebiet Lippe) wie folgt:

  • 36 Monate in der stationären Basisweiterbildung im Gebiet Innere Medizin, davon können bis zu
    • 18 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung (auch 3 Monatsabschnitte) auch im ambulanten Bereich angerechnet werden
    • Dabei sind maximal 12 Monate aus einem Gebiet anrechenbar
  • 24 Monate Weiterbildung in der ambulanten hausärztlichen Versorgung davon können bis zu
    • 6 Monate in Chirurgie (auch 3-Monats-Abschnitte) angerechnet werden
  • 80 Stunden Kurs-Weiterbildung in Psychosomatische Grundversorgung

Die 60-monatige Fachausbildung Allgemeinmedizin gestaltet sich in Rheinland-Pfalz wie folgt:

  • 36 Monate in der stationären Basisweiterbildung im Gebiet Innere Medizin, davon können bis zu
    • 18 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung (auch 3 Monatsabschnitte) auch im ambulanten Bereich angerechnet werden
  • 24 Monate Weiterbildung in der ambulanten hausärztlichen Versorgung davon können bis zu
    • 6 Monate in Chirurgie (auch 3-Monats-Abschnitte) oder in ambulanter Kinder- und Jugendmedizin (auch 3-Monats-Abschnitte) angerechnet werden
  • 80 Stunden Kurs-Weiterbildung in Psychosomatische Grundversorgung

Eine Facharztanerkennung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung ist als gleichwertige Weiterbildungszeit von 24 Monaten in der stationären Basisweiterbildung im Gebiet Innere Medizin anzuerkennen.

Die 60-monatige Fachausbildung Allgemeinmedizin gestaltet sich im Saarland wie folgt:

  • 36 Monate in der stationären Basisweiterbildung im Gebiet Innere Medizin, davon können bis zu
    • 18 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung (auch 3 Monatsabschnitte) auch im ambulanten Bereich angerechnet werden
  • 24 Monate Weiterbildung in der ambulanten hausärztlichen Versorgung davon können bis zu
    • 6 Monate in Chirurgie (auch 3-Monats-Abschnitte) angerechnet werden
  • 80 Stunden Kurs-Weiterbildung in Psychosomatische Grundversorgung
Die 60-monatige Fachausbildung Allgemeinmedizin gestaltet sich in Sachsen wie folgt:

  • 36 Monate in der stationären Basisweiterbildung im Gebiet Innere Medizin, davon können bis zu
    • 18 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung (auch 3 Monatsabschnitte) auch im ambulanten Bereich angerechnet werden
  • 24 Monate Weiterbildung in der ambulanten hausärztlichen Versorgung davon können bis zu
    • 6 Monate in Chirurgie (auch 3-Monats-Abschnitte) angerechnet werden
  • 80 Stunden Kurs-Weiterbildung in Psychosomatische Grundversorgung

Die 60-monatige Fachausbildung Allgemeinmedizin gestaltet sich in Sachsen-Anhalt wie folgt:

  • 18 Monate in der stationären Basisweiterbildung im Gebiet Innere Medizin, davon können bis zu
    • 18 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung (auch 3 Monatsabschnitte) auch im ambulanten Bereich angerechnet werden
      • 6 Monate Chirurgie
      • 6 Monate Kinder- und Jugendmedizin
  • 24 Monate Weiterbildung in der ambulanten hausärztlichen Versorgung davon
    • 18 Monate Allgemeinmedizin
  • 80 Stunden Kurs-Weiterbildung in Psychosomatische Grundversorgung

Die 60-monatige Fachausbildung Allgemeinmedizin gestaltet sich in Schleswig-Holstein wie folgt:

  • 36 Monate in der stationären Basisweiterbildung im Gebiet Innere Medizin, davon können bis zu
    • 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung (auch 3 Monatsabschnitte) auch im ambulanten Bereich angerechnet werden
  • 24 Monate Weiterbildung in der ambulanten hausärztlichen Versorgung
  • 80 Stunden Kurs-Weiterbildung in Psychosomatische Grundversorgung

24 Monate in der stationären Basisweiterbildung im Gebiet Innere Medizin und mindestens 18 Monate in der ambulanten hausärztlichen Versorgung sind obligat.

Während der verbleibenden Weiterbildungszeit müssen 6 Monate in Chirurgie (auch in Abschnitten von 3 Monaten) abgeleistet werden.

Die 60-monatige Fachausbildung Allgemeinmedizin gestaltet sich in Thüringen wie folgt:

  • 36 Monate in der stationären Basisweiterbildung im Gebiet Innere Medizin, davon können bis zu
    • 18 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung (auch 3 Monatsabschnitte) auch im ambulanten Bereich angerechnet werden
  • 24 Monate Weiterbildung in der ambulanten hausärztlichen Versorgung davon können bis zu
    • 6 Monate in Chirurgie (auch 3-Monats-Abschnitte) angerechnet werden
  • 80 Stunden Kurs-Weiterbildung in Psychosomatische Grundversorgung

Facharzt Allgemeinmedizin Gehalt 

Das Einstiegsgehalt als Assistenzarzt für Allgemeinmedizin liegt im ersten Jahr bei 4.600 Euro brutto pro Monat. Dein Assistenzarztgehalt steigt jährlich. Nach 5 Jahren in Deiner Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin verdienst Du 5.900 Euro brutto pro Monat.

Das Bruttojahresgehalt eines Facharztes im Bereich Allgemeinmedizin beträgt bis zu 92.000 Euro.

Das Gehalt als Facharzt für Allgemeinmedizin ist abhängig von geltenden Tarifverträgen. Die verbreitetsten Tarifverträge sind der TV-Ärzte VKA für kommunale Krankenhäuser und der Tarifvertrag der Unikliniken, TV Ärzte TdL.

In diesen ist die Gehaltsentwicklung fest definiert. Auch einige private Klinikkonzerne wie etwa SRH oder Helios haben bundesweit geltende Tarifverträge.

Außerhalb geltender Tarifverträge verdienen ÄrztInnen unterschiedlicher Erfahrungsstufen und Fachbereiche unterschiedlich viel Gehalt.

Als Vertretungsarzt ist man jedoch generell an keine Tarifverträge gebunden. Hier sind weit höhere Gehältern als in Festanstellung möglich und man hat häufig eine bessere Work-Life-Balance.

Facharztausbildung Allgemeinmedizin Logbuch

Das Logbuch ist ein verpflichtender Bestandteil der Facharztausbildung – auch für den Facharzt Allgemeinmedizin.

Wenn alle Inhalte der Weiterbildung durchlaufen wurden, wird das ausgefüllte und unterschriebene Logbuch an die zuständige Ärztekammer geschickt.

Es gibt Aufschluss über alle Inhalte und Kenntnisse, die im Rahmen der Facharztausbildung vermittelt wurden.

Zum Musterlogbuch der Bundesärztekammer geht es hier.

Die Facharztprüfung im Gebiet Allgemeinmedizin

Für die Anmeldung zur Facharztprüfung Allgemeinmedizin zum Ende der Assistenzzeit müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein:

  • die Mindestweiterbildungszeiten
  • alle zu absolvierenden Weiterbildungsinhalte
  • ein vorliegendes Facharztzeugnis

Die ersten zwei Voraussetzungen werden durch das Logbuch dokumentiert.

Mit dem Facharztzeugnis wird durch den ausbildenden Arzt die Facharztreife des Assistenzarztes bescheinigt.

Der ausbildende Arzt bezieht dabei Stellung zu den Fähigkeiten und Kenntnissen aber auch zur fachlichen und persönlichen Eignung des Facharztkandidaten.

Nach der Anmeldung mit allen erforderlichen Dokumenten bei der zuständigen Landesärztekammer erhält der Facharztkandidat einen Prüfungstermin mit Datum, Ort und Uhrzeit der Prüfung.

Die Prüfung dauert zwischen 30 und 45 Minuten und wird von einem Prüfungskomitee von meist drei Ärzten abgenommen. Für die Prüfung bekommt man keine Note. Sie gilt lediglich als „bestanden“ oder „nicht bestanden“.

Nach der bestandenen Prüfung erhält der frisch gebackene Facharzt vom Prüfungsvorsitzenden die Facharzturkunde, das Fachdiplom. Der Arzt ist nun berechtigt, als Vertragsarzt zu arbeiten.

Passt die Weiterbildung wirklich zu mir? 

Es ist sehr wichtig, dass die von Dir gewählte Weiterbildung auch wirklich zu Deinen privaten und beruflichen Zielen passt.

Nur so kannst Du langfristig glücklich und vor allem gesund Arzt sein.

Wir haben Dir hier eine Auswahl zu hilfreichen Artikeln zusammengestellt.

Darunter unsere Studie zum Zusammenhang von Deiner Persönlichkeit und Deiner Zufriedenheit mit der Wahl des Fachbereichs.

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Ärzte über Viantro

Ich möchte mich bei allen Viantro-Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit herzlich bedanken. Ich wurde professionell und kompetent beraten und fühlte mich bei jedem Schritt sehr gut bei Viantro aufgehoben. Vielen Dank dafür!

Athanasios Stafylas – Allgemeine & Innere Medizin

Vielen Dank, dass Sie uns hinsichtlich der Unterlagen für Herrn K. sowie bei der Wohnungssuche Ihre Unterstützung anbieten. Auch wir bedanken uns für die super gute und reibungslose Zusammenarbeit. Ich erlebe mit einer anderen Agentur seit einem Jahr das komplette Gegenteil. Da schätze ich doch die Zusammenarbeit mit Profis!

F. R. – Abteilungsleitung Personalwesen

Nachdem ich meine Unterlagen an Viantro gesendet habe, hat das Team alles für mich aufbereitet und mich allen zu meinen Vorgaben und Wünschen passenden Kliniken vorgestellt. Mit meiner neuen Position als Unfallchirurg bin ich sehr zufrieden.

Luca Christiano – Unfallchirurgie

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Kevin Kuan – Innere Medizin Gastroenterologie

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